Das Lernen geht weiter, nun auch wieder mit Präsenzveranstaltungen…

In immer mehr Bereichen kehrt langsam der Alltag zurück. Auch unser Institut wird schrittweise wieder mit Präsenzveranstaltungen beginnen. Dabei gelten für uns nicht die gleichen Regeln wie für Schulen und Hochschulen, sondern in jedem Bundesland müssen unterschiedliche Vorgaben für Weiterbildungs-Einrichtungen eingehalten werden.
Die aktuell gültigen Verordnungen finden Sie im Bereich Service/Download auf unserer Webseite. 

Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Seminarbetrieb wieder aufnehmen und unsere Teilnehmer*innen bei uns begrüßen dürfen. Eure Gesundheit liegt uns dabei besonders am Herzen und wir tun alles, um Euch und uns während Eures Aufenthaltes in unseren Räumlichkeiten bestmöglich zu schützen. Dafür haben wir ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das hier gelesen werden kann.

Wir sind uns dessen bewusst, das es für manche Teilnehmer*innen aufgrund ihrer beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Situation noch nicht möglich sein wird, wieder bei Seminaren vor Ort dabei zu sein und andere es aus guten, persönlichen Gründen noch nicht wollen. Daher werden wir ergänzende Blended Learning Angebote zu den Präsenzveranstaltungen planen.
Die Teilnehmer*innen der einzelnen Weiterbildungen, Fachtage und Workshops werden rechtzeitig über die jeweiligen Planungen informiert. Weiterbildungs-Teilnehmer*innen finden darüber hinaus weitere Informationen im Lernmanagement-System Isyflow.

Auch unser sonstiges Angebot mit virtuellen Workshops in der Reihe „praxis lernen online“, den Videos und Vorträgen auf Isyflow und den virtuellen Räumen auf Vitero und Jitsi für Selbstlerngruppen wird weitergehen.

Nähere Infos zu allen digitalen Angeboten finden Sie hier unter praxis lernen online sowie im Lernmanagement System Isyflow im Foyer.

 

Sie sind hier:  praxis institut südWorkshops  Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Datum: 12. – 13.10.2020 | Ort: Erfurt | Kursnummer:

FW20_23E

| Kosten: 220,00 EUR | Kursleitung: Steffen Bambach

Traumatisierte Kinder und Jugendliche lösen oft durch die gezeigten Gefühle und Verhaltensweisen in ihrem Umfeld Mitleid, aber auch Ängste, Ärger und Hilflosigkeit aus. Sie verhalten sich bezogen auf die aktuelle Situation oft sehr irrational und schwer verstehbar.

Problematische Verhaltensweisen werden leider zu selten als die Folge von unverarbeiteten traumatischen Erlebnissen erkannt und verstanden. Eine traumaspezifische Psychotherapie, die auch dem pädagogischen Umfeld des Kindes hilft und dieses in die Therapie mit einbezieht, steht oft nicht zur Verfügung.

Der Einfluss des alltäglichen pädagogischen Umfeldes eines Kindes ist für die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen jedoch mindestens so groß, wie eine Traumatherapie! Letztere ist oft nur nachhaltig wirksam, wenn es gelingt, auf der Basis eines gemeinsamen Verständnisses, eine gute Kooperation aller Erwachsenen im Umfeld des traumatisierten Kindes herzustellen.

In unserer Fortbildung vermitteln wir ein Verständnis von seelischer Verletzung und Psychotrauma, deren Folgen und woran man sie erkennt. Die Erklärungsmodelle sind gleichzeitig geeignet, den betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich selbst und ihre leidvolle Symptomatik besser zu verstehen.

Darauf aufbauend gehen wir der Frage nach, was traumatisierte Kinder und Jugendliche brauchen um „zu heilen“. Ein wichtiger Aspekt ist es, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, ihre Emotionen zu regulieren und sich mit ihrer Wahrnehmung in der Gegenwart zu reorientieren. Hierzu werden verschiedene Stabilisierungsübungen vorgestellt und geübt.

Traumatische Affekte sind „ansteckend“. Zur Vermeidung von destruktiver Eskalation ist auch die Fähigkeit des Fachpersonals zur eigenen Spannungsregulation und Selbstfürsorge wichtig. Alle Übungen können auch für die eigene Psychohygiene genutzt werden.

Zielgruppe:
Pädagogisches Fachpersonal aus dem Kontext Schule, Erziehungshilfe oder psychiatrischer Pflege sowie am Thema interessierte Kinderärzt*innen und Psycholog*innen, die selbst keine Traumatherapieausbildung anstreben.

Seminarzeiten: 10.00 - 17.30 Uhr / 9.00 - 16.30 Uhr

Ort: Erfurt, N.N. - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....

Max. TN-Zahl i. d. R.: 16 - 22

Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer werden beantragt!


Steffen Bambach

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Systemischer Therapeut und Berater (SG), EMDR-Therapeut und Supervisor für Erwachsene und Kinder und Jugendliche (EMDRIA), Fachsupervisor Traumatherapie (GPTG), Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)

Ausbildungen in Systemischer Familientherapie (IGST), Solution Focused Brieftherapie (bei Steve De Shazer, Insoo Kim-Berg, Yvonne Dolan), EMDR und Gewaltfreie Kommunikation. Klinische Berufserfahrung als Arzt an der Fachklinik am Hardberg unter Dr. Gunther Schmidt, Psychiatrie Wallerfangen. Weiterbildungsassistent Kinder- Jugendpsychiatrie an der Vestischen Kinderklinik in Datteln und als Oberarzt am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und am Ökumenischen Hainichklinikum in Mühlhausen. Über 15 Jahre Erfahrung als Ausbilder im Kontext Traumatherapie und Systemische Therapie und Entspannungsverfahren. Seit 2009 eigene Praxis als ärztlicher Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Eisenach.



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