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Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Datum: 07. – 08.11.2022 | Ort: Erfurt | Kursnummer: FW22_E05 | Kosten: 220,00 EUR | Kursleitung: Steffen Bambach

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der Corona-Pandemie zu Änderungen im Seminarablauf kommen kann. Im Rahmen der jeweils gültigen Corona-Verordnungen werden wir zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten gegebenenfalls Seminare mit kleineren Gruppen, kürzeren Präsenzzeiten oder als Blended-Learning-Format anbieten. Über Änderungen werden Sie jeweils so früh wie möglich informiert. Falls Sie vor Ihrer Anmeldung genauere Informationen wünschen, kommen Sie gerne auf uns zu.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche lösen oft durch die gezeigten Gefühle und Verhaltensweisen in ihrem Umfeld Mitleid, aber auch Ängste, Ärger und Hilflosigkeit aus. Sie verhalten sich bezogen auf die aktuelle Situation oft sehr irrational und schwer verstehbar.

Problematische Verhaltensweisen werden leider zu selten als die Folge von unverarbeiteten traumatischen Erlebnissen erkannt und verstanden. Eine traumaspezifische Psychotherapie, die auch dem pädagogischen Umfeld des Kindes hilft und dieses in die Therapie mit einbezieht, steht oft nicht zur Verfügung.

Der Einfluss des alltäglichen pädagogischen Umfeldes eines Kindes ist für die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen jedoch mindestens so groß, wie eine Traumatherapie! Letztere ist oft nur nachhaltig wirksam, wenn es gelingt, auf der Basis eines gemeinsamen Verständnisses, eine gute Kooperation aller Erwachsenen im Umfeld des traumatisierten Kindes herzustellen.

In unserer Fortbildung vermitteln wir ein Verständnis von seelischer Verletzung und Psychotrauma, deren Folgen und woran man sie erkennt. Die Erklärungsmodelle sind gleichzeitig geeignet, den betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich selbst und ihre leidvolle Symptomatik besser zu verstehen.

Darauf aufbauend gehen wir der Frage nach, was traumatisierte Kinder und Jugendliche brauchen um „zu heilen“. Ein wichtiger Aspekt ist es, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, ihre Emotionen zu regulieren und sich mit ihrer Wahrnehmung in der Gegenwart zu reorientieren. Hierzu werden verschiedene Stabilisierungsübungen vorgestellt und geübt.

Traumatische Affekte sind „ansteckend“. Zur Vermeidung von destruktiver Eskalation ist auch die Fähigkeit des Fachpersonals zur eigenen Spannungsregulation und Selbstfürsorge wichtig. Alle Übungen können auch für die eigene Psychohygiene genutzt werden.

Zielgruppe:
Pädagogisches Fachpersonal aus dem Kontext Schule, Erziehungshilfe oder psychiatrischer Pflege sowie am Thema interessierte Kinderärzt*innen und Psycholog*innen, die selbst keine Traumatherapieausbildung anstreben.

Seminarzeiten: 10.00 - 17.30 Uhr / 9.00 - 16.30 Uhr

Ort: Erfurt, Bildungsstätte St. Martin - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....

Max. TN-Zahl i. d. R.: 16 - 22


Steffen Bambach

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Systemischer Therapeut und Berater (SG), EMDR-Therapeut und Supervisor für Erwachsene und Kinder und Jugendliche (EMDRIA), Fachsupervisor Traumatherapie (GPTG), Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)

Ausbildungen in Systemischer Familientherapie (IGST), Solution Focused Brieftherapie (bei Steve De Shazer, Insoo Kim-Berg, Yvonne Dolan), EMDR und Gewaltfreie Kommunikation. Klinische Berufserfahrung als Arzt an der Fachklinik am Hardberg unter Dr. Gunther Schmidt, Psychiatrie Wallerfangen. Weiterbildungsassistent Kinder- Jugendpsychiatrie an der Vestischen Kinderklinik in Datteln und als Oberarzt am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und am Ökumenischen Hainichklinikum in Mühlhausen. Über 15 Jahre Erfahrung als Ausbilder im Kontext Traumatherapie und Systemische Therapie und Entspannungsverfahren. Seit 2009 eigene Praxis als ärztlicher Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Eisenach.



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