Das Lernen geht weiter, nun auch wieder mit Präsenzveranstaltungen…

In immer mehr Bereichen kehrt langsam der Alltag zurück. Auch unser Institut wird schrittweise wieder mit Präsenzveranstaltungen beginnen. Dabei gelten für uns nicht die gleichen Regeln wie für Schulen und Hochschulen, sondern in jedem Bundesland müssen unterschiedliche Vorgaben für Weiterbildungs-Einrichtungen eingehalten werden.
Die aktuell gültigen Verordnungen finden Sie im Bereich Service/Download auf unserer Webseite. 

Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Seminarbetrieb wieder aufnehmen und unsere Teilnehmer*innen bei uns begrüßen dürfen. Eure Gesundheit liegt uns dabei besonders am Herzen und wir tun alles, um Euch und uns während Eures Aufenthaltes in unseren Räumlichkeiten bestmöglich zu schützen. Dafür haben wir ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das hier gelesen werden kann.

Wir sind uns dessen bewusst, das es für manche Teilnehmer*innen aufgrund ihrer beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Situation noch nicht möglich sein wird, wieder bei Seminaren vor Ort dabei zu sein und andere es aus guten, persönlichen Gründen noch nicht wollen. Daher werden wir ergänzende Blended Learning Angebote zu den Präsenzveranstaltungen planen.
Die Teilnehmer*innen der einzelnen Weiterbildungen, Fachtage und Workshops werden rechtzeitig über die jeweiligen Planungen informiert. Weiterbildungs-Teilnehmer*innen finden darüber hinaus weitere Informationen im Lernmanagement-System Isyflow.

Auch unser sonstiges Angebot mit virtuellen Workshops in der Reihe „praxis lernen online“, den Videos und Vorträgen auf Isyflow und den virtuellen Räumen auf Vitero und Jitsi für Selbstlerngruppen wird weitergehen.

Nähere Infos zu allen digitalen Angeboten finden Sie hier unter praxis lernen online sowie im Lernmanagement System Isyflow im Foyer.

 

Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Diese Fortbildung vermittelt ein Verständnis von seelischer Verletzung und Psychotrauma bei Kindern und Jugendlichen, deren Folgen und woran man sie erkennt. 

Grundlagen und Ziele der Fortbildung

Traumatisierte Kinder und Jugendliche lösen in ihrem Umfeld oft Mitleid, aber auch Ängste, Hilflosigkeit oder sogar Ärger aus. Es besteht der Wunsch, den Betroffenen Kindern und Jugendlichen mit einer traumaspezifischen Psychotherapie helfen zu lassen. Dabei hat es sich gezeigt, dass eine spezifische Traumatherapie besonders erfolgreich ist, wenn es gelingt, auf der Basis eines gemeinsamen Verständnisses für die Verhaltensweisen und die Probleme dieser Kinder, mit dem pädagogischen Umfeld eine gute Kooperation herzustellen. Der alltägliche Einfluss des pädagogischen Umfelds ist mindestens so groß wie die Traumatherapie selbst. Manchmal sogar größer! Falls es keinen Therapieplatz gibt, ist eine traumapädagogische Begleitung noch wichtiger und existentiell für eine gesunde Entwicklung dieser besonderen Kinder und Jugendlichen.

In dieser Fortbildung vermitteln wir ein Verständnis von seelischer Verletzung und Psychotrauma, deren Folgen und woran man sie erkennt. Die Erklärungsmodelle sind gleichzeitig geeignet, den betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich selbst und ihre leidvolle Symptomatik besser zu verstehen. Darauf aufbauend gehen wir gemeinsam der Frage nach, was brauchen traumatisierte Kinder und Jugendliche um „zu heilen“. Es werden pädagogische Handlungsstrategien vorgestellt, die individuell und im Team hilfreich sein können, um auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Ein wichtiger Aspekt ist es, die Kinder und Jugendlichen darin zu unterstützen, ihre Emotionen zu regulieren und sich mit der Wahrnehmung so in der Gegenwart zu verankern, dass sie sich wieder sicher fühlen. Hierzu werden sogenannte Stabilisierungsübungen demonstriert und geübt. Traumatische Affekte sind „ansteckend“. Zur Vermeidung von destruktiven Eskalationen ist auch die eigene Fähigkeit des Fachpersonals zur Spannungsregulation und Selbstfürsorge wichtig. Alle Übungen, die Sie für Ihre Klienten erlernen, können Sie auch für sich selbst nutzen. Wichtig ist es uns auch, auf Psychohygiene, die eigenen Grenzen und die Prävention von Burnout zu achten.

Curriculum

Im ersten Block beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Traumapädagogischen Arbeit.

Inhalte: 
Traumadefinition, Traumasymptome, Modell zur Erklärung, Traumatherapie vs. Traumapädagogik, Prinzipien der Traumapädagogischen Arbeit, Übertragungen und Verwechselungen, Sekundäre Traumatisierung und Burnoutgefahr. Eigene Grenzen und die Bedeutung von Selbstfürsorge, Gegenwartsorientierung mittels 5-4-3-2-1-Übung, Übungen zur Spannungsregulation, Tresorübung. Das Thema Sicherheit, Übung „Ort der inneren Sicherheit“ und wie eine bestimmte Institution zu einem Ort der Sicherheit wird.

Im zweiten und dritten Block werden auf der Basis der Grundlagen weitere Traumapädagogische Modelle und Übungen vermittelt und vertieft, und mit dem bis dahin erworbenen Wissen konkrete herausfordernde Fälle aus der Praxis der Teilnehmer betrachtet und supervidiert.

Inhalte: 
Ressourcenorientierte Gesprächsführung und Anamneseerhebung, Affekt- und Spannungsregulation, antidissoziative Interventionen, Timelinearbeit, die Bildschirmtechnik, Heilungsbriefe, Traumadynamik (Traumaviereck), Rolle des empathischen Zeu- gen. Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung, Modell der verletzten inneren Kinder (Egostatearbeit).

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Pädagogen, Erzieher, Sozialpädagogen im Kontext Schule und Erziehungshilfe oder psychiatrischer Pflege sowie an Mitarbeiter aus Flüchtlingsheimen, aber auch Ärzte oder Psychologen, die sich nicht im Rahmen einer vollständigen Weiterbildung in Traumatherapie qualifizieren wollen.

Organisatorisches / Kosten

Das Fortbildungsprogramm umfasst 3 Blockseminare mit je 2 Seminartagen / insgesamt 6 Tage. 
Mit der Anmeldung ist die Teilnahme an allen 3 Seminaren verbindlich. Kosten:  € 780,-- , zahlbar in 2 Raten

Von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) mit 16 Fortbildungspunkten akkreditiert!

Bitte beachten Sie: diese Weiterbildung kann durch die Bildungsprämie i.H.v. 50% der Teilnahmegebühr gefördert werden. Das bedeutet, dass die Weiterbildung lediglich mit € 390,- zu Buche schlägt. Informationen zur den Förderkonditionen finden Sie hier. Das Wichtigste in Kürze:

  • jedes Jahr bis maximal € 1.000,- Förderung möglich, nicht mehr als 50% der Kosten
  • seit 2017 keine Altersbegrenzung, d.h. jetzt auch für unter 25-jährige möglich
  • für Arbeitnehmer/innen mit mindestens 15 Wochenarbeitsstunden
  • mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von T€ 20 (bei Verheirateten T€ 40)

Die Beantragung erfolgt bei einer der zuständigen Beratungsstellen. Termine können sehr kurzfristig gebucht werden und bei Vorlage von vollständigen Unterlagen (Personalausweis, Steuerbescheid und Beschäftigungsnachweis) werden die Gutschein umgehend ausgestellt.

Anmeldung

Sie können sich direkt über unsere Internetseite anmelden. Unter dem Menüpunkt Termine | Orte finden Sie alle Veranstaltungen.

15 gute Gründe, um Ihre Weiterbildung bei uns zu machen

Praxis und Theorie
Wir sind Praktiker, in ganz unterschiedlichen Praxisfeldern und mit vielfältigen Ausbildungen. Und wir treiben gleichzeitig die fachliche Entwicklung durch zahlreiche Veröffentlichungen und Mitwirkung in Buch-Projekten voran. Wir verbinden damit Theorie und Praxis und haben viele Entwicklungen im Feld angestoßen.

Methoden und Haltung
Methoden sind wichtig. Aber auch die Haltung, mit der man sie anwendet. Ressourcenblick, Respekt, Neugier, Empathie.... das sind Grundlagen, die gut gepflegt sein müssen, damit die Methoden Früchte tragen.

Vielfalt im Team
Unser Trainer kommen aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten und haben auch mehrfache berufliche Ausbildungen, so dass ein integrativer Blick auf die Problemstellungen des Alltags gewährleistet ist.

Vielfalt bei den Teilnehmenden: Gemeinsam lernen
Die WB Systemisches Arbeiten bietet Handlungskompetenz für komplexe Anforderungen in einer vernetzten Welt. Deshalb laden wir explizit Fachkräfte aus der Sozialarbeit, Pädagogik, therapeutischen Berufen, Psychologie, Personalentwicklung zu einem gemeinsamen Lernprozess ein. Um voneinander zu hören, mehr übereinander zu wissen und kreative Ideen für die Herausforderungen in unterschiedlichen Arbeitskontexten zu entwickeln.

Vielfalt in der Arbeit
Wir lehren Methoden und Haltungen für unterschiedliche Kontexte und Auftragskonstellationen, eben nicht nur klassische Beratung. Warum: Veränderungsarbeit findet für viele Klientengruppen sehr effektiv in anderen als klassischen Beratungsettings statt. Systemisches Arbeiten ist netzwerkorientiert und muss auch solche Settings aufgreifen und dafür passendes systemisches Instrumentarium bereit stellen

Spezialisierung
Für spezielle Arbeitskontexte und Herausforderungen bieten wir vielfältige Spezialisierungen an: systemische Therapie, Kinder- und Jugendtherapie, Supervision, Coaching, Führung, Trauma, Teilearbeit mit Kindern, Paar- und Sexualberatung, Einbezug körperlicher Prozesse in Beratung und Therapie.....

Kundenorientierung
Wir sind für unsere Kund*innen aktiv:
Fachtage, um das Wissen zu aktualisieren und auch über den systemischen Tellerrand zu schauen, bisher 70 Fachtage mit nahezu 5000 Teilnehmer*innen.
Fachvorträge, mit demselben Ziel, diese sind für unsere Absolvent*innen kostenlos: bisher 152 Fachvorträge mit ca 8000 Teilnehmer*innen.
Systemische Vorträge für die Öffentlichkeit, um über systemische Ansätze zu informieren und auch die Nachfrage nach systemischen Dienstleistungen zu fördern. In 5 Jahren über 50 Vorträge mit über 1500 Teilnehmer*innen

Erfahrung: über 30 Jahre
Wir besitzen mit die umfassendste Erfahrung in Systemischen Beratungsweiterbildungen. Seit 1989 gab es über 120 zweijährige Durchgänge, 110 einjährige Kompaktkurse. 65 ein bis zweijährige Qualifizierungen inhouse, für Jugendhilfeeinrichtungen, psychiatrische Kliniken, Jugendämter, etc. Mit über 3000 teilnehmenden Fachkräften, die uns ständig weiter empfehlen.

Führungsverantwortung
Ein Großteil unserer Trainer*innen hat oder hatte Führungspositionen inne. sie stehen in der Verantwortung für die Ergebnisse ihrer Organisationen und können einschätzen, welche Ansätze und Methoden in der Praxis am besten wirken.

Lernen braucht Raum
Wir brauchen eine Zeitspanne, in der wir aus der Alltagsmühle aussteigen und uns auf neues einlassen können, ausprobieren, bis es sich setzt und unser eigenes wird. Deshalb sind die meisten unserer Weiterbildungs-Workshops 3 bis 4 Tage lang.

Organisationswissen
Wir bearbeiten in der Weiterbildung systemisches Arbeiten auch organisatorische Fragestellungen, übertragen systemisches Know-how auf Organisationsfragen. Wozu? TN brauchen dieses Wissen, um ihre Arbeit im Rahmen ihrer eigenen Organisation gut verorten und gestalten zu können. Wie die eigene Organisation sich ausformt, und die Kooperation mit anderen Institutionen, beides hat unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der Klientenarbeit. Das muss mitreflektiert und gestaltet werden.

Konfliktkompetenz
Im Unterschied zu vielen Instituten bearbeiten wir explizit auch das Thema Konflikte, und das in einem vollen Seminar! Wozu? Wer nicht nur Einzelpersonen berät oder behandelt, sondern in komplexen Systemen arbeitet, wie z.B. für soziale Arbeit typisch, muss immer wieder Konflikte verhandeln: in den Familien, im Lebensumfeld der Klienten, in den Auftrags- und Interessenkonstellationen der beteiligten Institutionen. Dafür ist ein gutes Standing und professionelle Konfliktkompetenz unerlässlich.

Digitale Transformation und Online-Beratung
Im praxis institut setzen wir uns mit der Frage auseinander, wie sich Beratung, Familien und Organisationen mit digitalen Medien verändern. Und wir integrieren ein innovatives Lern Management System, virtuelle Workshops, Web Based Trainings und Kurse zur Online-Beratung in unser Angebot.

Lernen mit Freude und in angenehmem Ambiente
Lernen braucht gute Lernorte: Wir bieten Lernkontexte, in denen unsere TeilnehmerInnen Freude und Kompetenz erleben und in Ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung begleitet werden. Der Rahmen ist uns wichtig: schöne Räume, Kunstobjekte, Pausengestaltung; was das Arbeiten angenehm macht. Bewegungs- und intuitive Übungen ermöglichen das Lernen mit allen Sinnen.

Fachpolitisches Engagement
Wir engagieren uns in der DGSF, Rainer Schwing war fünf Jahre als zweiter Vorsitzender tätig und viele Jahre im Fort- und Weiterbildungsausschuss, Peter Martin Thomas arbeitet im Fort- und Weiterbildungsausschuss. Außerdem wirken wir immer wieder in Fachtagungen und Gremien mit.


Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.