Aktuelle Informationen bezüglich Corona

In diesem November müssen wir uns erneut auf erhebliche Einschränkungen im Alltag einstellen, um die Anzahl der Neuinfektionen mit Covid-19 dauerhaft zu reduzieren. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens kommen zum Stillstand. Die meisten beruflichen Tätigkeiten sowie Fort- und Weiterbildung bleiben jedoch unter Einhaltung der "AHA + L" Regel und mit Hygienekonzept möglich. 

Auf der Suche nach dem richtigen Weg zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit, der Pflicht zum Schutz unserer Mitmenschen und dem Wunsch, zumindest einen Teil unseres Angebotes für Sie aufrecht zu erhalten, haben wir uns entschieden, Präsenzveranstaltungen weiter zu ermöglichen.

Wir beobachten dabei tagesaktuell die Entwicklungen in den Regionen in denen wir tätig sind, und sind in enger Abstimmung mit „Weiterbildung Hessen e.V.“, dem hessischen Fachverband, der im Kontakt mit der Landesregierung die Bestimmungen für den Weiterbildungsbereich zusammenfasst.

In unseren Seminaren und Workshops bleibt es dabei, dass wir unser umfangreiches Hygienekonzept mit AHA+L zugrunde legen. Zusätzlich haben wir unsere Plenumsräume mit CO2-Messgeräten und leistungsstarken Aerosolluftreinigern ausgestattet, die zusammen mit regelmäßiger Lüftung einen hohen Sicherheitsstandard gewährleisten. 

Bei Bedarf werden wir darüber hinaus auf kleinere Gruppen, kürzere Präsenzzeiten, Online- oder Blended-Learning-Formate umstellen, wenn dies zu einem sicheren und kontinuierlichen Seminarbetrieb beiträgt. Das entscheiden jeweils im Einzelfall die Seminarleitung bzw. Supervisor*innen in Abstimmung mit der Institutsleitung, wir sind in engem täglichen Austausch dazu.

Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam lernen müssen, über einige Zeit mit der Bedrohung durch das Corona-Virus zu leben. Wir wollen Präsenzveranstaltungen als Orte der Qualifizierung, der professionellen Selbstfürsorge und vielleicht auch der Auszeit von einem durch die Corona-Pandemie bestimmten beruflichen Alltag erhalten und entwickeln. Das dies gelingt, wird uns immer wieder rückgemeldet. Gleichzeitig werden wir auch all denen, die an Präsenzveranstaltungen nicht teilnehmen können oder wollen, Alternativen anbieten, um das Lernen fortzusetzen. Dafür verstärken wir in den nächsten Wochen wieder unsere Online-Seminare.

Unser leider viel zu früh verstorbene wissenschaftliche Beirat, Prof. Dr. Nossrat Peseschkian, hat häufig Sprichwort zitiert (sinngemäß, von Marie von Ebner-Eschenbach): "Den Wert von Menschen und Diamanten kann man erst erkennen, wenn sie aus der Fassung sind.“ 

Vieles ist und viele sind in diesen Wochen aus der Fassung geraten, das gilt auch für uns: Fast alles muss neu erfunden werden, das ist eine ungeheure Kraftanstrengung. Wir freuen uns über die vielen wertschätzenden und ermutigenden Rückmeldungen. Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, wichtige Werte auch in schwierigen und aufregenden Zeiten zu bewahren. Wir möchten mit Ihnen in Kontakt bleiben, kommen Sie auf uns zu, wenn Sie Fragen, Anregungen, Rückmeldungen haben.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Praxis-Teams,

Peter Martin Thomas und Rainer Schwing 

Ressourcenorientierte Paartherapie

"Von der traumatischen in die erotische Spur"
(Zitat nach Schellenbaum)

Grundlagen und Ziele der Fortbildung

Diese Fortbildung verfolgt im Gesamtprozess konsequent das Ziel, Fachkolleginnen und –kollegen  darin zu bestärken (und Lust darauf zu machen!), Paare sowohl in ihrer Elternkooperation als auch in ihrer Partnerschaft von der Problemtrance in die Ressourcen ihres Miteinanders zu begleiten. Blockaden und Krisen werden in ihrem schöpferischen Sinn verstanden und als Entwicklungsanschub auf diesem Weg genutzt.

Damit stoßen wir gleichzeitig Wachstum für das ganze Familiensystem an und geben Hilfe und Prävention, Kinder aus missbräuchlichen, parentifizierten und unangemessenen Rollen zu befreien.

Damit der schöpferische Sprung auf diese Ebene gelingen kann, sollte die Beraterperson in der Begleitung ein höheres Energieniveau haben als das Klientensystem. Deshalb wird die Stärkung der eigenen Beraterpersönlichkeit ein wichtiger Schwerpunkt der Fortbildung sein: durch kurze Körper- und Energieübungen stärken wir den eigenen Lebensfluss, den authentischen Stand und Selbstausdruck; wir entwickeln spielerische Kraft durch Freude und Humor, und wir sorgen für sinnvolle Abgrenzung zum Schutz vor Verstrickung und Burn-out.

Eine entwicklungsorientierte systemische Sicht der Paardynamik wird integriert mit psychoanalytischen Konzepten (Kollusionsmodell, Willi, Szenisches Verstehen, Lorenzer) und neurobiologischen Forschungsergebnissen. Körperpsychotherapeutische Elemente (z. B. Bindungs- u. Differenzierungsschemata, Downing) schaffen Zugang zur unbewussten Dynamik und Ressourcenebene des Paares.

Curriculum

1. Seminar

Systemische Diagnostik des Paarkonflikts

  • Kontext des Paares,
  • Zirkularität: der "Tanz" des Paares
  • Prozess: Phase der Beziehung,
  • Bedeutung u. Sinn des "Symptoms"
  • die Sicht und das Erleben des Beobachters
  • unbewusste Regeln, Grenzen, Hierarchien etc.
  • Symptome des Kindes und verdeckter Paarkonflikt
  • Triangulationskonzept
  • Phasen der systemischen Paartherapie
  • Settingfragen und Umgang mit klaren Grenzen zwischen Elternebene und Paarebene
  • Kontraktgestaltung
  • Balance und Grenzen im Dreieck Paar - Berater/in
  • Verbale und nonverbale Interventionen, abgestimmt auf die Dynamik und Phase des Prozesses
  • Ressourcenorientierte "Hausaufgaben"
  • Triadische Selbsterfahrung, Genderbewusstsein

 2. Seminar

Entwicklungsphasen in der Paarbeziehung und Krisendynamik

  • Diagnostik des "doppelten Hakens":
  • das gemeinsame Thema auf der "Unterbühne" und der verborgene Schatz darin
  • Mehrgenerationenperspektive, Interventionen dazu in zeitlich begrenzten Settings
  • Muster würdigen, Transformation und Neuorganisation anstoßen
  • Durch Zugang zum "inneren Kind" mit ressourcenorientierten Hausaufgaben den "Lückentext" füllen
  • Arbeit mit Imagination und Körperinterventionen
  • Begleitung in mögliche Phase reiferer Integration des Paares und der Elternkompetenz
  • Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung im Dreieck des Settings
  • Selbsterfahrung zum Genderthema aus der Mehrgenerationenperspektive im gesellschaftlichen Wandel

 3. Seminar

Bindung und Verbindlichkeit, Gegenüber sein im Umgang mit Aggression und Gewaltstrukturen

  • Psychodynamik: Liebe und Gewalt auf der inneren Bühne und im Tanz des Systems
  • Interventionen zur Deeskalation bei Gewaltimpulsen
  • Haltung und "Handwerkszeug" für faires Streiten und konstruktives Konfliktmanagement, Selbstschutz
  • Jenseits des Machtkampfs: Rituale für Paare zur Selbsthilfe für Affektabfuhr, ohne zu verletzen
  • Verständigung im Konflikt
  • "gekonnte" Aggression und Selbstvertretung
  • das Nutzen des versteckten Schatzes im Konflikt
  • Dreiecksbeziehungen
  • Sexualität und Lust
  • Authentizität und emotionale Präsenz in der Beraterrolle
  • Eigene Aggression konstruktiv für den Beratungsprozess nutzen
  • Körpererfahrung und -übungen mit Erdung und energetischem Selbstschutz

Ablauf der Weiterbildung

Die Arbeit in den Seminaren wird praxisnah gestaltet, wir arbeiten an Fallbeispielen der TN und beziehen den Prozess der Gruppe mit ein. Fließender Methodenwechsel zwischen Plenum, Kleingruppenübungen, Rollenspiel, Mikroprozessarbeit, Demonstrationsarbeit,  Gestaltarbeit, Imagination, Skulptur- und Aufstellungsarbeit, Theorieinputs zur kognitiven Integration, Körper- und Bewegungsübungen,  Selbsterfahrungseinheiten führt zu einem ganzheitlichen, erfahrungs- und handlungsorientierten Lernen im Kontinuum des Gruppenprozesses.

Zielgruppe

Die Fortbildung ist offen für alle Menschen, die beratend mit Familien, Paaren, Eltern und Kindern arbeiten.

Organisatorisches / Kosten

Das Fortbildungsprogramm umfasst 3 Blockveranstaltungen von insgesamt 15 Tagen. Mit der Anmeldung ist die Teilnahme an allen  3 Seminaren verbindlich.

Kosten:  € 2.100,-- , zahlbar in 3 Raten

Anmeldung

Sie können sich direkt über unsere Internetseite anmelden. Unter dem Menüpunkt Termine | Orte finden Sie alle Veranstaltungen.

15 gute Gründe, um Ihre Weiterbildung bei uns zu machen

Praxis und Theorie
Wir sind Praktiker, in ganz unterschiedlichen Praxisfeldern und mit vielfältigen Ausbildungen. Und wir treiben gleichzeitig die fachliche Entwicklung durch zahlreiche Veröffentlichungen und Mitwirkung in Buch-Projekten voran. Wir verbinden damit Theorie und Praxis und haben viele Entwicklungen im Feld angestoßen.

Methoden und Haltung
Methoden sind wichtig. Aber auch die Haltung, mit der man sie anwendet. Ressourcenblick, Respekt, Neugier, Empathie.... das sind Grundlagen, die gut gepflegt sein müssen, damit die Methoden Früchte tragen.

Vielfalt im Team
Unser Trainer kommen aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten und haben auch mehrfache berufliche Ausbildungen, so dass ein integrativer Blick auf die Problemstellungen des Alltags gewährleistet ist.

Vielfalt bei den Teilnehmenden: Gemeinsam lernen
Die WB Systemisches Arbeiten bietet Handlungskompetenz für komplexe Anforderungen in einer vernetzten Welt. Deshalb laden wir explizit Fachkräfte aus der Sozialarbeit, Pädagogik, therapeutischen Berufen, Psychologie, Personalentwicklung zu einem gemeinsamen Lernprozess ein. Um voneinander zu hören, mehr übereinander zu wissen und kreative Ideen für die Herausforderungen in unterschiedlichen Arbeitskontexten zu entwickeln.

Vielfalt in der Arbeit
Wir lehren Methoden und Haltungen für unterschiedliche Kontexte und Auftragskonstellationen, eben nicht nur klassische Beratung. Warum: Veränderungsarbeit findet für viele Klientengruppen sehr effektiv in anderen als klassischen Beratungsettings statt. Systemisches Arbeiten ist netzwerkorientiert und muss auch solche Settings aufgreifen und dafür passendes systemisches Instrumentarium bereit stellen

Spezialisierung
Für spezielle Arbeitskontexte und Herausforderungen bieten wir vielfältige Spezialisierungen an: systemische Therapie, Kinder- und Jugendtherapie, Supervision, Coaching, Führung, Trauma, Teilearbeit mit Kindern, Paar- und Sexualberatung, Einbezug körperlicher Prozesse in Beratung und Therapie.....

Kundenorientierung
Wir sind für unsere Kund*innen aktiv:
Fachtage, um das Wissen zu aktualisieren und auch über den systemischen Tellerrand zu schauen, bisher 70 Fachtage mit nahezu 5000 Teilnehmer*innen.
Fachvorträge, mit demselben Ziel, diese sind für unsere Absolvent*innen kostenlos: bisher 152 Fachvorträge mit ca 8000 Teilnehmer*innen.
Systemische Vorträge für die Öffentlichkeit, um über systemische Ansätze zu informieren und auch die Nachfrage nach systemischen Dienstleistungen zu fördern. In 5 Jahren über 50 Vorträge mit über 1500 Teilnehmer*innen

Erfahrung: über 30 Jahre
Wir besitzen mit die umfassendste Erfahrung in Systemischen Beratungsweiterbildungen. Seit 1989 gab es über 120 zweijährige Durchgänge, 110 einjährige Kompaktkurse. 65 ein bis zweijährige Qualifizierungen inhouse, für Jugendhilfeeinrichtungen, psychiatrische Kliniken, Jugendämter, etc. Mit über 3000 teilnehmenden Fachkräften, die uns ständig weiter empfehlen.

Führungsverantwortung
Ein Großteil unserer Trainer*innen hat oder hatte Führungspositionen inne. sie stehen in der Verantwortung für die Ergebnisse ihrer Organisationen und können einschätzen, welche Ansätze und Methoden in der Praxis am besten wirken.

Lernen braucht Raum
Wir brauchen eine Zeitspanne, in der wir aus der Alltagsmühle aussteigen und uns auf neues einlassen können, ausprobieren, bis es sich setzt und unser eigenes wird. Deshalb sind die meisten unserer Weiterbildungs-Workshops 3 bis 4 Tage lang.

Organisationswissen
Wir bearbeiten in der Weiterbildung systemisches Arbeiten auch organisatorische Fragestellungen, übertragen systemisches Know-how auf Organisationsfragen. Wozu? TN brauchen dieses Wissen, um ihre Arbeit im Rahmen ihrer eigenen Organisation gut verorten und gestalten zu können. Wie die eigene Organisation sich ausformt, und die Kooperation mit anderen Institutionen, beides hat unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der Klientenarbeit. Das muss mitreflektiert und gestaltet werden.

Konfliktkompetenz
Im Unterschied zu vielen Instituten bearbeiten wir explizit auch das Thema Konflikte, und das in einem vollen Seminar! Wozu? Wer nicht nur Einzelpersonen berät oder behandelt, sondern in komplexen Systemen arbeitet, wie z.B. für soziale Arbeit typisch, muss immer wieder Konflikte verhandeln: in den Familien, im Lebensumfeld der Klienten, in den Auftrags- und Interessenkonstellationen der beteiligten Institutionen. Dafür ist ein gutes Standing und professionelle Konfliktkompetenz unerlässlich.

Digitale Transformation und Online-Beratung
Im praxis institut setzen wir uns mit der Frage auseinander, wie sich Beratung, Familien und Organisationen mit digitalen Medien verändern. Und wir integrieren ein innovatives Lern Management System, virtuelle Workshops, Web Based Trainings und Kurse zur Online-Beratung in unser Angebot.

Lernen mit Freude und in angenehmem Ambiente
Lernen braucht gute Lernorte: Wir bieten Lernkontexte, in denen unsere TeilnehmerInnen Freude und Kompetenz erleben und in Ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung begleitet werden. Der Rahmen ist uns wichtig: schöne Räume, Kunstobjekte, Pausengestaltung; was das Arbeiten angenehm macht. Bewegungs- und intuitive Übungen ermöglichen das Lernen mit allen Sinnen.

Fachpolitisches Engagement
Wir engagieren uns in der DGSF, Rainer Schwing war fünf Jahre als zweiter Vorsitzender tätig und viele Jahre im Fort- und Weiterbildungsausschuss, Peter Martin Thomas arbeitet im Fort- und Weiterbildungsausschuss. Außerdem wirken wir immer wieder in Fachtagungen und Gremien mit.

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Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.