Das Lernen geht weiter, nun auch wieder mit Präsenzveranstaltungen…

In immer mehr Bereichen kehrt langsam der Alltag zurück. Auch unser Institut wird schrittweise wieder mit Präsenzveranstaltungen beginnen. Dabei gelten für uns nicht die gleichen Regeln wie für Schulen und Hochschulen, sondern in jedem Bundesland müssen unterschiedliche Vorgaben für Weiterbildungs-Einrichtungen eingehalten werden.
Die aktuell gültigen Verordnungen finden Sie im Bereich Service/Download auf unserer Webseite. 

Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Seminarbetrieb wieder aufnehmen und unsere Teilnehmer*innen bei uns begrüßen dürfen. Eure Gesundheit liegt uns dabei besonders am Herzen und wir tun alles, um Euch und uns während Eures Aufenthaltes in unseren Räumlichkeiten bestmöglich zu schützen. Dafür haben wir ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das hier gelesen werden kann.

Wir sind uns dessen bewusst, das es für manche Teilnehmer*innen aufgrund ihrer beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Situation noch nicht möglich sein wird, wieder bei Seminaren vor Ort dabei zu sein und andere es aus guten, persönlichen Gründen noch nicht wollen. Daher werden wir ergänzende Blended Learning Angebote zu den Präsenzveranstaltungen planen.
Die Teilnehmer*innen der einzelnen Weiterbildungen, Fachtage und Workshops werden rechtzeitig über die jeweiligen Planungen informiert. Weiterbildungs-Teilnehmer*innen finden darüber hinaus weitere Informationen im Lernmanagement-System Isyflow.

Auch unser sonstiges Angebot mit virtuellen Workshops in der Reihe „praxis lernen online“, den Videos und Vorträgen auf Isyflow und den virtuellen Räumen auf Vitero und Jitsi für Selbstlerngruppen wird weitergehen.

Nähere Infos zu allen digitalen Angeboten finden Sie hier unter praxis lernen online sowie im Lernmanagement System Isyflow im Foyer.

 

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Gehört das so

Die Geschichte von Elvis

von PETER SCHÖSSOW
Hanser Verlag, 2005 

„Erst wussten wir gar nicht, was los war.“ Eine Gruppe von 6 Gestalten steht in einem sommerlichen Park zusammen: eine große Frau, ein Hund, ein Teddybär, ein fliegendes Wesen, zwei Männer mit Hut. Wir sehen sie in klaren, farbstarken, fast comicartig gezeichneten Bildern. 

„Plötzlich zog sie vorbei.“ Ein Mädchen im roten Kleid, die eine große rote Tasche hinter sich herzieht und dabei eine Staubwolke aufwirbelt. Sie wirkt sauer, missmutig, traurig. Die Gestalten schauen ihr nach, sie folgen ihr.

Das Mädchen bleibt stehen, die Tasche steht neben ihr und mit zwei geballten Fäusten brüllt sie es heraus: „Gehört das so??!“ 

Sie zieht weiter – die Gruppe bleibt dran – einer vorneweg – fünf hinterher. An zwei weiteren Stellen schreit das Mädchen ihre Frage in den Park. Erstaunte Parkbesucher schauen ihr ratlos zu und schweigen. Endlich traut sich die große Frau, spricht sie an und fragt: „Was ist  eigentlich los mit dir?“ – „Elvis ist tot“ brüllt das Mädchen. Alle glauben zunächst, dass der verstorbene Rock ‚n Roller gemeint ist – doch dann öffnet das Mädchen ihre große rote Tasche: „Mein Elvis“ – wir blicken aus der Perspektive der großen Frau in das Gesicht des weinenden Mädchens und in die weit geöffnete Tasche. Jetzt ist alles klar: in der Tasche liegt ein kleiner gelber Vogel, der verstorben ist. 

Das geht allen sehr nahe, einfühlsame Worte werden gesprochen – und dann ein Vorschlag:

„Eine Erdbestattung“. Gesagt, getan – ein Trauerzug mit Blumen, Kerze, Weihrauch. 

Ein Grab wird ausgehoben – Abschied – und dann sitzen alle beisammen bei Bienenstich und Kakao. Das Mädchen sitzt auf dem Schoß der großen Frau – sie erzählt, wie ihr Elvis so gewesen war: schöne Erinnerungen entfalten sich. Die Trauergesellschaft nimmt sich und das Mädchen in die Arme, sie weinen zusammen. Als sie sich dann ausmalen, wie der eine Elvis den anderen Elvis trifft, lachen sie zusammen, obwohl sie so traurig sind. 

Sie stehen gemeinsam am Grab von Elvis, verabschieden sich, winken sich zu. Die Geschichte endet mit diesem Bild – und mit dem Satz „Schön war’s.“

Schon das Titelblatt zieht uns in eine Geschichte hinein: das Mädchen betritt mit ihrer Tasche den Park und wir folgen ihr. Blickt man in ihr Gesicht, fühlt man ihren Kummer. Sieht man, wie sie ruft, glaubt man fast ihr eindringliches Brüllen zu hören. Es dauert lange, bis jemand den Mut findet, sie anzusprechen. Und trotz der schlimmen Nachricht, spürt man die Erleichterung, die durch die Verbalisierung der Ereignisse entsteht. Durch das Gespräch und durch das anschließende gemeinsame Handeln werden Beziehungen vertieft und neue Perspektiven können entstehen.

Ein Bilderbuch für Kinder und Erwachsene ab ca. 3 Jahren. Es macht Mut, auch heikle und bedrückende Fragen in den Raum zu stellen („Gehört das so??!“). Es regt an, unsere Mitmenschen anzusprechen („Was ist eigentlich los mit dir?). Es zeigt, dass auch Abschiede zum Leben gehören, dass man sie tragen und bewältigen kann – am besten gemeinsam!

Peter Miller

 

P.S.: Wer das Buch online bestellen und gleichzeitig den regionalen Buchhandel unterstützen möchte, wird hier fündig: Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau