ifs Essen

Systemische Supervision, Coaching und Grundzüge der Organisationsentwicklung in THÜRINGEN

Diese Supervisionsweiterbildung wird in Kooperation zwischen dem praxis institut Süd (Rainer Schwing) und dem ifs Institut für Systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung (Reinert Hanswille) durchgeführt.

Die Weiterbildung folgt dem Konzept des ifs, Aufbau und Abfolge der Themen unterscheidet sich daher von der Supervisions-Weiterbildung des praxis-instituts.

Die Anmeldung und Teilnehmerbetreuung erfolgt durch das ifs.

Starttermin des ersten Durchgangs unserer Aufbauweiterbildung Systemische Supervision, Coaching und Grundzüge der Organisationsentwicklung in Thüringen: 

28.06.2018  (Weiterbildungstage Mo - Mi/ Kursleitung: Rainer Schwing und Reinert Hanswille), weitere Infos auf der Homepage des ifs Essen.

Gesamtstundenzahl: 680 UStd. über 2 Jahre, berufsbegleitend

2-jährige berufsbegleitende Aufbau - Weiterbildung

Seminarort: Erfurt

Die Weiterbildung ist als Supervisionsweiterbildung durch die DGSF / SG anerkannt. 

Eine Anerkennung durch die DGSv kann nach Zertifizierung durch DGSF oder SG beantragt werden. (genaue Bedingungen der DGSv siehe auch: https://www.dgsv.de/wp-content/uploads/2014/01/ab_nat_pers_2013.pdf)

Unser Motto für diese Weiterbildung ist:

"Unsere Gesellschaft braucht Originale, keine Kopien. Wir unterstützen Sie auf diesem Weg."

Einführung in die Weiterbildung

Systemische Supervision erweitert die individuelle und fallbezogene Beratung hinsichtlich der Rollen und Funktionen aller Beteiligten in Teams und Organisationen und beleuchtet das Zusammenwirken und die Interaktionen unterschiedlicher Subsysteme. Sie ist der Aufbau einer komplexen Konsultationsentwicklung, die vom hilfesuchenden Mitarbeiter oder dem/der Leiter/Leiterin ausgeht und die die Ressourcen des Systems durch eine ganzheitliche Problemanalyse und durch einen geleiteten Kommunikationsprozess entfaltet. Ihr Interesse ist die Entwicklung und Umsetzung von Lösung­en.

Ziel der Supervision ist die Verbesserung der Lebensqualität und Steigerung der Produktivität der Organisation/des Unternehmens. Eine Voraussetzung um dieses Ziel zu erreichen ist u.a. die super­visorische Unterstützung zur Bereicherung der Kommunikation und Ko­opera­tion.

Unsere grund­legenden Theorien sind die systemische Gedankenwelt und lösungsorientierte Kon­zepte der Kurz­zeit­therapie, Ideen aus dem NLP und der Organisationsentwicklung. Der Kon­struktivis­mus mit seinen unter­schiedlichen Ausformungen bildet unsere vorherrschende Sichtweise. Doch bleibt für uns maß­gebend, nicht einer Richtung oder Schule den Vorrang zu geben, sondern einen gewissermaßen „respektlosen“ Umgang mit ihnen zu pflegen. Wir gehen im Sinne der systemischen Theorie davon aus, dass es immer mehrere Beschreibungen von Wirklichkeit gibt. Wir nutzen die unterschiedlichsten theoretischen und methodischen Konstrukte in Form eines «Steinbruchs», um auszuwählen, was hilfreich erscheint und unterstützen die WeiterbildungsteilnehmerInnen in dem Prozess, ihr eigenes Beraterprofil zu finden.

Jedes Individuum, jeder Betrieb und jede Organisation ist einzigartig. Um ihnen gerecht zu werden, muss ein jeweils spezifischer Zugang und eine einzigartige Problemlösung gefunden werden. Das notwendige Handwerkszeug, um den unterschiedlichen Wirklichkeiten gerecht werden zu können, vermitteln wir, indem wir uns an unterschiedlichen theoretischen und methodischen Richtungen orientieren.

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Zielgruppen

Die Weiterbildung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die ihr praktisches Wissen im alltäglichen Umgang mit Systemen vertiefen und sich in ihrer Professionalisierung weiter entwickeln wollen.

Angesprochen sind:

Mitarbeiter aus dem Bereich der psychosozialen Versorgung oder der Bildungsarbeit, aus Kliniken, der Personalentwicklung oder Unternehmensberatung, Trainer etc.

Systemische Therapeuten/innen und Familientherapeuten/innen sowie Kollegen/ - innen mit anderen therapeutischen Ausbildungen, die Interesse am systemischen Denken und Handeln haben (mit mindestens zweijähriger beruflicher Praxis in diesem Feld) können diese Weiter­bildung mit einem Zertifikat des DGSF und der SG abschließen (genauere Informationen dazu weiter unten sowie im persönlichen Gespräch beim Einführungstag).

Zugangsvoraussetzungen

Um an der Weiterbildung teilzunehmen, sollten Sie sich für Prozesse und Veränderungen interessier­en, neugierig auf Menschen und Gruppen sein und Respekt vor den Menschen haben.Sie verfügen über eigene Erfahrungen als Supervisand/Kunde und natürlich über entsprechende Berufserfahrung.

Sie erhalten ein Institutszertifikat, wenn Sie neben diesen Bedingungen auch die Praxismodalitäten der Weiterbildung erfüllen. Wenn Sie darüber hinaus ein Zertifikat der Dachverbände DGSF oder SG anstreben, gelten zusätzlich folgende Bedingungen:

  1. Hochschulabschluss
    oder 
    ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 5-jährige Berufstätigkeit
  2. Abschluss einer DGSF-/SG-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung / Therapie / Coaching / OE“
    oder 
    Abschluss einer anderen Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, z. B. eine Beratungs- oder Therapieweiterbildung, Umfang mind. 300 UE, als auch eine systemische Fortbildung mit einem Umfang von mind. 100 UE
  3. Möglichkeit zur Umsetzung systemischer Supervision während der Weiterbildung
  4. Berufspraxis
  5. Vorerfahrung als Supervisand/in ist erwünscht

Die Eingangsvoraussetzungen der DGSF finden Sie unter www.dgsf.org, die der SG unter systemische-gesellschaft.de

Weiterbildungsorganisation

Weiterbildungsdauer: ca. 2 Jahre,

gegliedert in

  • Einführungsveranstaltung
  • 9 Blockseminar à drei Tage und 1 Blockseminar à 4 Tage
  • 10 Tage Gruppensupervision (5 mal 2 Tage, Fr.-Sa.)
  • 12 Intervisionstage mit je 8 UStd. (100 UStd.)
  • 70 Sitzungen Lernsupervision à mindestens 2 UStd. (eigene supervisorische Praxis). Diese sind in mindestens 5 Prozessen durchzuführen, wovon nur einer eine Einzelsupervision sein darf.
  • Erstellung von 5 Fallberichten über abgeschlossene Prozesse (mit mind. 6 Sitzungen, einer mit mind. 10 Sitzungen)
  • Vorstellung einer Supervisionssitzung per Video
  • Erstellung einer Abschlussarbeit (die sich mit Fragen der Anwendung, Konzeption, Methodik etc. von Beratung in beruflichen Kontexten beschäftigt)
  • Teilnahme am Abschlusskolloquium

Weiterbildungsinhalte

Kontinuierliche und wiederkehrende Elemente während der Weiterbildung:

  • Die Entwicklung der eigenen Supervisoren- und Organisationsentwicklerpersönlichkeit ist ein durchgehendes Thema in allen Blockseminaren.
  • Feste Bestandteile der Blockseminare sind Coachinggruppen, die sich bei jedem Blockseminar neu bilden und den persönlichen Lernprozess unterstützen sollen.
  • Die kontinuierliche Begleitung des Prozesses der Ausbildungs- und Lerngruppe als analoges Lernfeld für Supervisionsprozesse ist ein wichtiger Bestandteil.
  • Während der Blockseminare dient ein Abend dazu, aktuelle Fragestellungen der TeilnehmerInnen aus dem beruflichen oder privaten Umfeld zu bearbeiten.
  • Die begleitende Supervision dient der Lehrsupervision und der Supervision der Supervisoren.
  • Neben Ideen und Methoden aus Familien- und Systemtherapie kommen Psychodrama, NLP, Hypnotherapie und Gestalttherapie zum Einsatz.
  • Während der Blockseminare ist das Supervisoren-Training ein zentrales didaktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren supervisorischer Kompetenz.
  • Neben der Ausbildungsleitung stehen Gastdozenten in den Blockseminaren zur Verfügung, in der Lehrsupervision die Lehrsupervisorinnen u. Lehrsupervisoren.

Inhalte der Weiterbildungsabschnitte:

1. Kursabschnitt

Adaption der systemischen Theorie für die Arbeit in der systemischen Supervision und Organisationsentwicklung an Hand familientherapeutischer Schulen und systemtherapeutischer Handlungsansätze in einem erlebnis- und erfahrungsorientierten Lernprozess (analoges Lernen) - dabei sollen die unterschiedlichen professionellen Ressourcen der TeilnehmerInnen aus ihren Berufs- und Weiterbildungserfahrungen angesprochen werden.

Ziel ist hierbei auch die Entwicklung gemeinsamer Fachtermini und einer lernfördernden Beziehungsstruktur in der Kursgruppe (Joining) und das Erlernen supervisorischer Techniken und Haltungen.

Es geht auch um die Entwicklung des individuellen Supervisorenprofils auf der Basis der verinnerlichten familiären Ressourcen, der erfahrenen systemischen, therapeutischen Orientierung, der Reflexion, der aktuellen privaten und beruflichen Beziehungsstrukturen sowie der Dynamik der Kursgruppe.

Der erste Kursabschnitt will Ideen für die individuelle Lernstrategie anregen und Orientierungshilfe für den professionellen Standpunkt geben. 

1. Blockseminar: Orientierungsphase und Entwicklung des Zielspektrums

gegenseitiges Kennenlernen, Etablierung der Kursgruppe als Arbeitsinstrument, Kennenlernen der Rahmenbedingungen der Fortbildung, Erarbeitung eines 1. Weiterbildungskontraktes

Entwicklung von Fragestellungen für den Einzelnen und das Kurssystem, Konzipierung eines Entwicklungs- und Ressourcenspektrums für die Fortbildung

vom Kontakt zum Kontrakt, Telefonkontakt, Vorgespräch, Erstgespräch, strukturelle Bedingungen von Supervision (Ort, Zeit, Finanzierung, Schweigepflicht, Arbeitskontrakt), Auftragsklärung                  

2. Blockseminar: Systemische Grundideen und ihre Relevanz für die Supervision

vom Problem zur Lösung, Allparteilichkeit und Neutralität, Erzeugen sozialer Wirklichkeit, Zirkularität, Wachstumsorientierung und Ressourcenorientierung, Symptomträger, Geschichte und Entwicklung der Supervision, Rekursivität, Verstörung etc. 

Systemische Interventionen I

Hypothesenbildung, zirkuläres Denken, systemisches Fragen (zirkuläre Fragen, Unterschiedsfragen, Motivationsfragen, Zielfragen, Skalierungsfragen, Fragen zur Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktion etc.), Reflecting Team

3. Blockseminar: Die Persönlichkeit des Supervisors und seine Rollen

Arbeit mit der Berufsbiographie und den besonderen Ressourcen aus der Herkunftsfamilie, verdeckte Ressourcen für die zukünftige Berufsrolle, Bedeutung der Geschwisterkonstellation, Stärkenprofil, Rollenanforderungen an den Supervisor

Berufrekonstruktion als Instrument in der Einzel- und Teamsupervision zur Unterstützung der beruflichen Entwicklung

Selbsterfahrung und die Reflexion der eigenen Berufsrolle stehen während dieses Weiterbildungsabschnitts im Vordergrund.

2. Kursabschnitt

Vermittlung systemischer Interventionsstrategien in Beratung und Supervision Hierbei soll die Fähigkeit erlernt werden, sich auf Supervisionsprozesse einzulassen, sie zu diagnostizieren und durch gezieltes Eingreifen Veränderung zu bewirken.

Durchführung eigener Supervisionsprozesse

Fähigkeiten, die in diesem Kursabschnitt gefördert und erworben werden sollen: Entwicklung der Beraterpersönlichkeit und der Rollenflexibilität als Supervisor Rolle und Position in Gruppen, Entwicklung von Stärkenprofilen, Sicherheit in Konflikten.

4. Blockseminar: Systemische Supervision

Auftragsklärung, Zielorientierung in der Supervision, Hypothesenbildung, institutioneller Kontext der Supervisanden bzw. die Supervisandengruppe als identifizierter Patient, Zeitgestaltung, Top-Down Vernetzung, die Bedeutung der fließenden Symptomträgerkonstellationen. Genderaspekt in der systemischen Supervision. Musterwiederholungen auf und in den unterschiedlichen Beratungssystemen.

Systemische Interventionen II: Reframing, Hypothesenbildung, Skulpturen, Organisationsaufstellungen, Rollentausch, Arbeit mit Metaphern, Geschichten und Filmen, paradoxe Interventionen 

5. Blockseminar: Systemisch-Szenisches Arbeiten in Supervision und Organisationsentwicklung

Systemische Ideen für die Supervision und OE, szenische Moderationstechniken, Begleitung von Systementwicklungen und Gruppenprozessen, begleitende Prozessdiagnose, Erfassung der Struktur- und Interaktionsdynamik, Zeitgestaltung, Ebenen eines Prozesses und die drei Zugangsdimensionen (Raum, Zeit und Energie), Psychodramatische Supervision.

Training Psychodramatischer Techniken und Szenischer Supervision, Methoden und Techniktraining

6. Blockseminar: Projektmanagement als Instrument für die Supervision und die Organisationsentwicklung

schwierige Beratungssituationen in Supervision, Teamentwicklung und OE/ Beratertraining in schwierigen Beratungssituationen, Grundbegriffe des Projektmanagements, Projektarbeit im Non-Profit- und Profitbereich, Projektphasen, Projektauftrag, Projektstart, Projektsteuerung, Projektberatung

Spezielle Themen der Supervision:

Umgang mit Widerstand, Co-Beratung, Selbstsupervision (im Prozess), Übertragung und Gegenübertragung im Beratungsprozess, Arbeit mit stressbelasteten Systemen 

3. Kursabschnitt

Ausbau der beruflichen Feldkompetenz in der Supervision von Gruppen und Organisationen (Leitungs- und Führungsgremien, Projektgruppen, Institutionen, Verbänden, Arbeitsgruppen etc.)

Feldforschung und die Entwicklung neuer Kooperationsmodelle werden angeleitet, um mit dem gelernten systemischen Denken und Handeln in der beruflichen Wirklichkeit von Supervision und Organisationsentwicklung Fuß zu fassen.

Anleitung zur systemischen Konsultation als spezifischer Interventionsbereich der Organisationsentwicklung im Profit- und Non-Profit-Bereich.

Entwicklung des Beraterprofils: Die biographisch gewachsenen Potenzen und die berufliche Perspektive sind Grundlage für die Entscheidung auf einem Weg zu einem individuellen Supervisionsstil durch die Mischung der systemischen Schulen. Dieser Integrationsprozess von Authentizität und Kompetenz schließt am Ende der Weiterbildung mit der Erarbeitung einer Abschlußarbeit und der schriftlichen Auswertung der Lehrsupervision ab.

7. Blockseminar:  OE-Prozesse im Non-Profit-Bereich

Systemische Organisationsentwicklung: OE – Modelle und Konzepte, Aquise und Auftragsverhandlung, Organisationsmodelle, Unternehmensentwicklung, Zielfindung und Hypothesenbildung in komplexen Beratungssituationen, Prozessgestaltung, Organisationsmetaphern, Arbeit mit den drei Gestaltungsebenen der OE: Architektur, Design und Werkzeuge, Arbeit mit unterschiedlichen Interventionsebenen und Techniken

8. Blockseminar: Einzelsupervision und Coaching

Von der Einzelsupervision zum Coaching, Zielfindung und Auftragsklärung, wie man als Coach nicht abgeschossen wird, systemische Ideen in der Beratungsarbeit mit Einzelnen, internes - und externes Coaching, Arbeit mit stressbelasteten Kunden, Interventionsstile in Einzelsupervision und Coaching, Einzelsupervision und Coaching als Instrument der Organisationsentwicklung

Technik und Methodentraining, Interventionen für Einzelne, das innere System als Bezugskontext

9. Blockseminar: Systemische Organisationsentwicklung

Systemische Organisationsentwicklung im Spannungsfeld zwischen fachlicher Effizienz und betriebswirtschaftlicher Effektivität, Unternehmensphilosophie, Kulturentwicklung, Strategie, Leitbild, Prozessgestaltung der Organisationsentwicklung, zirkuläre Gleichzeitigkeit von Interventions- und Innovationsstrategien, Phasen systemischer Organisationsberatung, Mediation und Konfliktmangement in der systemischen Beratung

Interventionen in der Organisationsentwicklung

Interventionsstrategien in der Organisationsentwicklung, Intergruppenübungen, Organisationsreduktion, Arbeiten mit unterschiedlichen Hierarchieebenen, Rollenspiele

10. Blockseminar: Abschluss von systemischen Prozessen Großgruppentechniken in der OE, systemische Ideen für den Abschluss; Arbeiten mit Ritualen, Abschlussrituale, Erfolgskontrolle durch fortschreibende Evaluation

Reflexion des eigenen Lernprozesses, Präsentation der Abschlussarbeit und Abschlußkolloquium

Der zweite Teil des letzten Blockseminars wird von der inhaltlichen Lernzielplanung nicht festgelegt. Hier soll vor allem Platz sein, um den persönlichen und gemeinschaftlichen Lernprozess über gegenseitige Feedbackprozesse abzuschließen.

Abschlusskolloquium

Eigene Praxis- und Lernsupervision

Begleitend zum 2. und 3. Weiterbildungsabschnitt ist die praktische Einübung systemischer Supervision und Organisationsentwicklung Bestandteil der Weiterbildung. Zuerst soll mit Einzel- Team- und Gruppensupervision begonnen werden, um bei der Umsetzung der systemischen Theorie in die eigene Praxis bessere und deutlichere Erfahrungen sammeln zu können. Im dritten Weiterbildungsabschnitt ist die Ergänzung der Praxis für den Bereich der Institutions- und Organisationsberatung/Supervision vorgesehen. Es wird empfohlen, die Supervisionspraxis zu wechseln, in Einzel- und in Co-Supervision zu arbeiten und die Praxisfelder zu variieren.

Lernsupervision:

Die Weiterbildungsteilnehmerinnen und Teilnehmer sollen im Rahmen der Weiterbildung 70 Sitzungen a mindesten 2 Stunden Supervision nachweisen. Der Nachweis erfolgt über Kurzprotokolle.

Es sollen mindestens 5 Supervisionsprozesse vorgelegt werden, davon soll einer mindestens 10 Sitzungen umfassen.

Lehrsupervision und Weiterbildungssupervision

Innerhalb der Weiterbildung sind 100 Ustd. Lehrsupervision vorgesehen.

Sie werden in 10 Tagen Gruppensupervision a 10 Ustd. angeboten.

Insgesamt werden mind. 2 Sitzungen in der Supervision vorgestellt, davon mind. eine Sitzung als Video. Gerne können im Rahmen der Gruppensupervision auch Livesitzungen angeboten werden.

Intervision/Peergruppe

Während der gesamten Weiterbildungszeit sollen sich die TeilnehmerInnen in regionalen Subgruppen zu 14 Intervisionstagen (zu je 8 Ustd.) treffen. Die Intervisionsgruppen sollen aus wenigstens 4 TeilnehmerInnen bestehen. Die Intervision dient der Begleitung der eigenen Supervisionspraxis und der Vertiefung der Lerninhalte, die während der Blockseminare bearbeitet wurden.

Ziele und Abschluss

Ziele

  • auf der Basis der persönlichen und professionellen Ressourcen eine Identität als systemische/r Supervisor/in und Organisationsberater/in zu entwickeln und sich in Supervisionsprozessen als qualifizierte/r Supervisor/in erfahren
  • einen individuellen supervisorischen Stil entwickeln, der die persönlichen Stärken berücksichtigt und Zufriedenheit in der alltäglichen Berufspraxis ermöglicht
  • systemisch supervisorische Ideenwelten kennen lernen, in der Praxis erfahren und selber anwenden lernen
  • die eigenen Ressourcen als kreatives, persönliches und supervisorisches Potential erkennen und einsetzen lernen
  • die Vielfältigkeit systemisch supervisorischer Interventions- und Arbeitsformen sowie andere Handlungsmodelle (Psychodrama, NLP, Gestalt) kennen und situationsadäquat einsetzen lernen
  • sich in den unterschiedlichsten supervisorischen Settings (Einzelsupervision, Teamsupervision, Gruppensupervision und Organisationssupervision) zu Hause fühlen

Abschluss

Allen Kursteilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, bis zum Abschluss an allen Lern- und Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Die Kursleitung verzichtet auf Ausschluss und sieht darin eine Möglichkeit, auch innerhalb des Kursprozesses die systemische Denk- und Handlungsweise zu praktizieren. Somit kann jeder am Abschlusskolloquium teilnehmen und eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung erhalten.

Das ifs- Zertifikat als „Systemische/r Supervisor/in, Coach und Organisationsberater/in" erhalten alle Kursteilnehmer, die über die regelmäßige Teilnahme hinaus folgende Lernschritte erreicht haben:

  • Durchführung von mindestens fünf Supervisionsprozessen mit mindestens 70 Sitzungen a min. 2 UStd. mit Einzelnen, Gruppen, Teams, Organisationen (davon nicht mehr als eine Einzelsupervisionen). Die Praxiseinheiten können bis zu zwei Jahren nach Ausbildungsende absolviert werden.
  • Erstellung von 5 Fallberichten (mit mind. 6 Sitzungen, einer mit mind. je 10 Sitzungen)
  • Schriftliche Abschlussarbeit als Einzel- oder Gruppenarbeit. Sie soll sich mit Fragen der Konzeption und Anwendung von Supervision beschäftigen
  • Teilnahme am Abschlusskolloquium. Gegenstand des Abschlusskolloquiums ist die Abschlussarbeit und der Entwicklungsprozess der Supervisorenpersönlichkeit.

Die Weiterbildung schließt bei Erfüllung der Abschlusskriterien mit dem Zertifikat als Systemische/r Supervisor/in, Coach  und Organisationsberater/in ab.

Bei entsprechender Vorqualifizierung ist die Anerkennung zum Supervisor DGSF und SG möglich.

Die Ausbildung schließt bei Erfüllung der Abschlusskriterien mit dem Zertifikat als "Systemische/r Supervisor/in und Organisationsberater/in (ifs)" ab.

Ziel der Weiterbildung bei entsprechender Vorqualifizierung ist die Anerkennung zum Supervisor SG und DGSF.  

Das ifs ist von SG und DGSF nach den Richtlinien für Weiterbildungen in systemischer Supervision anerkannt.

Eine Anerkennung durch die DGSv kann nach Zertifizierung durch DGSF oder SG beantragt werden.

Genaue Bedingungen der DGSv siehe auch: http://www.dgsv.de/wp-content/uploads/2014/01/ab_nat_pers_2013.pdf

Kosten und Finanzierung

Finanzierung:

Das Honorar für die Weiterbildung beträgt inklusive der Lehrsupervision: 4.440,00 Euro, zahlbar in einer Rate von 840,00 Euro und 24 monatlichen Raten à 150,00 Euro.*

zzgl. Aufnahme- und Abschlussgebühr von je 100,00 Euro

* Ratenzahlung bei Einreichung eines Bildungsschecks bzw. einer Bildungsprämie anders. 

Zahlungshinweise:

  • bei einmaliger Zahlung des Gesamtbetrages vor Ausbildungsbeginn gewähren wir einen Rabatt von 3%
  • wir bieten die Möglichkeit einer bequemen monatlichen Ratenzahlung, die wir gerne nach ihren Bedürfnissen gestalten

Förderung 

Es besteht die Möglichkeit der Förderung durch den NRW Bildungsscheck oder die Bildungspramie. Weitere Infos dazu finden Sie hier!

Termine und Anmeldung

Start des nächsten Kurses

SU Thü.:    28.06.2018

Termine der Blockseminare:

SU Thü.

BL 01     Do, 28.06.2018 - Sa, 30.06.2018

BL 02     Mo, 24.09.2018 - Mi, 26.09.2018

BL 03     Do, 15.11.2018 - Sa, 17.11.2018

BL 04     Do, 31.01.2019 - Sa, 02.02.2019

BL 05     April 2019

BL 06     Do, 22.06.2019 - Sa, 22.06.2019

BL 07     Do, 12.09.2019 - Sa, 14.09.2019

BL 08     Di, 12.11.2019 - Do, 14.22.2019

BL 09     Do, 30.01.2020 - Sa, 01.02.2020

BL 10     Mi, 10.06.2020 - Sa, 13.06.2020

Die Termine der Supervisionsgruppen werden zu Beginn der Weiterbildung bekannt gegeben.

Die Anmeldung zur Weiterbildung ist erst nach dem Besuch des (kostenfreien) Einführungsabends möglich. Bitte melden Sie sich dazu frühzeitig an:

Anmeldung auf der Website des ifs Essen


Die Supervisionsweiterbildungen des praxis instituts Süd finden Sie hier.

Das Buch für die
systemische Praxis

Das Methodenhandbuch von Rainer Schwing und Andreas Fryszer...

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Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie

Akkreditiertes Weiterbildungsinstitut

European Association of Family Therapy (EFTA)

praxis institut für systemische beratung süd ist Mitglied der European Association of Family Therapy (EFTA)

Mitgliedschaften und Akkreditierungen