Weiterbildung der PARITÄTISCHEN Akademie Thüringen in Kooperation mit dem praxis-institut

Systemisches Arbeiten in Sozialarbeit, Pädagogik, Beratung und Therapie

Berufsbegleitende Weiterbildung zur systemischen Beraterin | zum systemischen Berater.  

Die Weiterbildung ist anerkannt durch die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.).

Terminplanung im Überblick

Seminar 103.–07.11.2014Bach/Schnelle
Seminar 224.–27.02.2015Schnelle
Seminar 319.–22.05.2015Bach
Seminar 415.–18.09.2015Bach/Schnelle
Seminar 515.–18.12.2015Bach
Seminar 615.–18.03.2016Schnelle
Seminar 721.–24.06.2016Bach/Schnelle
Abschlusskolloquium07.10.2016Bach/Schnelle


Kostenfreier Einführungsworkshop:

Montag, 07.07.2014 von 19.00 bis 21.30 Uhr 


Grundlagen und Ziele der Weiterbildung

Grundlage der Weiterbildung ist ein systemischer Denk- und Handlungsansatz, wie er im Bereich der Familientherapie entwickelt wurde und seither in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern angewandt wird. In diesem Ansatz wird der Mensch, seine Umgebung und seine Beziehungen als Ganzheit gesehen. Das führt dazu, dass der Ursprung einer Störung nicht mehr vorrangig im Individuum lokalisiert wird, sondern das soziale Beziehungsnetz der Klienten wird in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt.

Familien, Gruppen, Institutionen und Teams sind somit lebendige Systeme, die sich sowohl in ihrer Arbeitsfähigkeit, als auch in ihren Blockierungen und Störungen nach systemischen Regeln entwickeln. Probleme und Störungen werden als Kompromisse bzw. Lösungsversuche in Konfliktbereichen verstanden, die innerhalb des Systems bisher nicht produktiver zu lösen waren. Unser Ansatz des systemischen Arbeitens zielt darauf ab, Störungen auch in ihrem Sinn zu verstehen („reframing“), die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und zu stärken (Hilfe zur Selbsthilfe), um neue, produktivere Lösungen zu entwickeln (Lösungsorientierung).

Die Weiterbildung soll die einzelnen Teilnehmer befähigen

• Zusammenhänge in Beziehungsnetzen zu erkennen (Systembeobachtung)
• diese zu verstehen (ganzheitliche Systemanalyse)
• auf produktive Veränderungen hinzuwirken (effektive Systemintervention)
• die eigenen Kräfte ökonomisch einzusetzen und mit Grenzen besser umzugehen (Effizienz und Psychohygiene).

Wir bieten mit dieser Weiterbildung keine  Familientherapieausbildung im engeren Sinn an, sondern vermitteln systemische Denk- und Handlungsansätze, die spezifisch auf die soziale und pädagogische Arbeit mit Gruppen, Familien, Teams und Einzelnen zugeschnitten sind.

Seit 20 Jahren führen wir dieses Konzept mit sehr guten Rückmeldungen durch, in über 60 Weiterbildungsgängen haben mehr als 1200 TeilnehmerInnen den Abschluss erhalten. 12 mal wurde das Programm als In-House-Qualifizierung für Jugendhilfeeinrichtungen und andere Organisationen durchgeführt.

Wir nutzen Methoden aus der Familientherapie und aus anderen systemischen und lösungsorientierten Beratungsansätzen und übertragen diese in sinnvoller Weise auf die verschiedenen Arbeitsfelder. Wir suchen bewusst die Vielfalt, um interdisziplinäres Lernen zu ermöglichen und den Blick über den Tellerrand der eigenen Spezialisierung zu richten.

Neben der Vermittlung und Einübung verschiedener Methoden wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Reflektion des institutionellen Kontextes, seiner Möglichkeiten und Grenzen, gelegt. Ebenso werden Gruppenprozesse und deren Auswirkungen auf die einzelnen Mitglieder reflektiert. Durch familienorientierte Selbsterfahrung erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit der eigenen Herkunftsfamilie zu befassen, um damit die eigene Person im systemischen Kontext als wichtigstes „Werkzeug“ nutzen zu können.

Ablauf der Weiterbildung

Die Weiterbildung ist aufgegliedert in 7 Blockseminare (jeweils 4 - 5 Tage) mit insgesamt 30 Tagen (zusammen 250 Unterrichtsstunden) und erstreckt sich auf einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Begleitend finden 19 Supervisionstage (ebenfalls jeweils 8 Unterrichtsstunden, zusammen 152 Stunden) statt.

In der Supervision werden anhand von konkreten Fallbesprechungen die Themen der Seminare vertieft. Die TeilnehmerInnen werden dabei unterstützt, die in den Seminaren angeeigneten Inhalte in ihren Arbeitsfeldern anzuwenden.

Die weitere Vertiefung der einzelnen Lerninhalte sowie begleitendes Literaturstudium wird von den TeilnehmerInnen selbständig in  Kleingruppen (3 bis 5 Personen) geleistet. Die Gruppen treffen sich regelmäßig für insgesamt 80 Stunden und sind fester Bestandteil der Weiterbildung.

Die Weiterbildung schließt mit einer praxisorientierten Abschlussarbeit und einem Projekttag  ab. 70 Stunden eigene Beratungspraxis und drei dokumentierte Beratungsprozesse müssen für das Zertifikat nachgewiesen werden. Das Abschlusszertifikat bescheinigt die Befähigung zur eigenständigen systemischen Beratung. Mit dem Zertifikat können die Absolventen die Anerkennung als systemische BeraterIn durch die DGSF e.V. erhalten.

 

Diese Weiterbildung wird von der Paritätischen Akademie Thüringen in Kooperation mit dem praxis-institut durchgeführt.

Referenten: Heliane Schnelle + Markus Bach

Seminarort: Haus der PARITÄT, OT Neudietendorf, Bergstrasse 11, 99192 Nesse – Apfelstädt …. Link zur Wegbeschreibung ….

Anmeldungen an:

Die PARITÄTISCHE Akademie Thüringen
Monique Janson
OT Neudietendorf
Bergstr. 11
99192 Nesse-Apfelstädt

Internet: www.paritaetische-akademie-thueringen.de

Das Buch für die
systemische Praxis

Das Methodenhandbuch von Rainer Schwing und Andreas Fryszer...

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