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Systemische Therapie jenseits des Heilauftrags | Systemtherapeutische Verortungen im Sozial- und Gesundheitswesen nach der sozialrechtlichen Anerkennung

Datum: 10.12.2020 | Ort: Hanau | Kursnummer:

FV20_14H

| Kosten: 15 Euro | Kursleitung: Tanja Kuhnert und Prof. Dr. Mathias Berg

Seit dem 22. November 2018 ist die Systemische Therapie als viertes Richtlinienverfahren sozialrechtlich anerkannt. Im Jahr 2020 wird sie Teil des psychotherapeutischen Versorgungssystems sein. Bereits in der Zeit vor diesem historischen Tag, tauchten in Gesprächen unter Fachkräften sowie in systemtherapeutischen Weiterbildungskursen Fragen und Diskussionen darüber auf, was diese Anerkennung nun für die systemischen Therapeut*innen bedeuten könnte, die keinen Zugang ins Gesundheitswesen als approbierte Psychotherapeut*in haben werden. Zum einen ging es hierbei um Fragen, verbunden mit der Sorge, dass nun alle Klient*innen, die sonst freie Praxen aufsuchten, sich an niedergelassense systemische Psychotherapeut*innen wenden. Zum anderen ging und geht es aber auch darum, was unterscheidet eine systemische Psychotherapie von systemischer Therapie sowie inhaltlich als auch rechtlich: Also, was können und dürfen wir systemische Therapeut*innen ohne Approbation und Heilauftrag (noch)?

Mathias Berg und Tanja Kuhnert wollten dieser Frage auf den Grund gehen und daraus ist ein Buch entstanden (Veröffentlichung voraussichtlich Frühjahr 2020). Auf der Suche nach möglichen Antworten haben Sie Kolleg*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit, sowie des Gesundheitswesens und angrenzenden Bereichen  gebeten, einen Artikel über ihre systemtherapeutische Arbeit zu schreiben.  

Im Vortrag werden Sie zunächst auf die Unterschiede von Beratung, Therapie und Psychotherapie eingehen. Hierbei gibt es zum einen fließende Übergänge in der praktischen Arbeit aber aus rechtlicher Sicht klare Unterscheidungsmerkmale. 

Im Anschluss werden Sie darstellen, was aus Sicht von Praktiker*innen systemtherapeutisches Wissen und Handeln bedeuten kann. Dabei stellen sie konzeptionelle Ideen im Hinblick auf verschiedene Kontexte und Zielgruppen vor. 

Der Abend soll auch dazu dienen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Diskurs über Chancen und Grenzen Systemischer Therapie jenseits von Approbation und Heilauftrag entstehen zu lassen.

Der Vortrag ist offen für alle Interessierten; für die Teilnehmer*innen und Absolvent*innen unserer Weiterbildungsprogramme ist er kostenfrei: als kleines Dankeschön und als Gelegenheit, weiterhin den Kontakt zu pflegen. Um planen zu können, bitten wir um schriftliche Anmeldung. 

Zeit:
19:00 - 21:00 Uhr

Ort: 
Hanau, Brockenhaus - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....

Max. TN-Zahl:
Unsere Fachvorträge richten sich an ein größeres Publikum, d.h. die maximale Teilnehmerzahl ist abhängig von den Räumlichkeiten.


Tanja Kuhnert

Dipl.-Sozialarbeiterin, M. A. Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Systemische Beraterin (DGSF/SG/DGfB), Systemische Familientherapeutin / Therapeutin (DGSF/SG), Supervisorin, Coachin und Organisationsberaterin (DGSF), Traumatherapeutin (PITT), Lehrende für Beratung und Therapie (DGSF)

Langjährige Tätigkeit in der ambulanten Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Stationäre Jugendhilfe / Inobhutnahme, Suchtprävention und Wohnungslosenhilfe. Leitungstätigkeit in der ambulanten Betreuung psychisch belasteter Menschen. Seit über zwanzig Jahren als Trainerin und Dozentin für verschiedene Institute, Hochschulen und Akademien tätig. Sprecherin der Fachgruppe Armut – Würde  - Gerechtigkeit und Mitglied des Forums Gesellschaftspolitik der DGSF e. V. Seit 2008 in eigener Praxis in Köln tätig.

Weitere Informationen und Kontakt: Köln | Tel.: 02 21 / 1 69 92 66 | www.loesungsraum-koeln.de

Prof. Dr. phil. Mathias Berg

M.A. (Klinisch-therapeutische Soziale Arbeit), Dipl.-Sozialpädagoge, Systemischer Therapeut/ Familientherapeut (DGSF, SG), Lehrtherapeut (DGSF)

Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abt. Aachen. Zuvor war er mehr als 12 Jahre in der Erziehungs- und Familienberatung beschäftigt. Er hat zahlreiche Weiterbildungen u.a. in Provokativer Therapie, Traumapädagogik, hypnosystemischer Kindertherapie sowie zu Methoden der Bindungsdiagnostik absolviert. Er arbeitet in Köln in eigener Praxis und ist darüber hinaus Lehrender am Kölner Institut für Systemische Beratung und Therapie (KIS), Vorstandsvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung NRW und Vorstandsmitglied der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). 



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