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Veränderung durch Selbstorganisation: Eine Einführung in die Synergetik

Datum: 10.06.2021 | Ort: Hanau | Kursnummer: FT21_H02 | Kosten: 130 Euro | Kursleitung: Prof. Dr. Günter Schiepek

Der Wandel ist eine Tür, die nur von innen geöffnet werden kann

Ein Kooperationsprojekt des praxis – instituts für systemische beratung und der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.)

Die Veränderung von Einzelpersonen, aber auch von Teams und Organisationen, setzt Stabilität voraus, denn es treten auf dem Weg sehr häufig Turbulenzen auf. In selbstorganisierenden Systemen sind solche Turbulenzen zu erwarten, sie sind eine notwendige Bedingung für die Destabilisierung bisheriger Muster und auch für die Entwicklung neuer Muster.

In den so genannten generischen Prinzipien werden die Bedingungen für gelingende Selbstorganisationsprozesse ausführlich beschrieben und in diesem Fachtag vor allem unter dem Gesichtspunkt des Zusammenwirkens von Stabilität und Instabilität dargestellt.

Da Veränderung in komplexen Systemen (wie Menschen, Gruppen, Teams) auf Prozessen der Selbstorganisation beruht, tritt sie meist nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft auf, und die Dynamik ist üblicherweise chaotisch, d.h. komplex und nicht vorhersehbar.

Das macht es in der Praxis notwendig, die Veränderungsprozesse möglichst in Echtzeit erfassen (messen) zu können und eine detaillierte Rückmeldung über die aktuellen dynamischen Eigenschaften des Prozesses zu erhalten (Prozessfeedback).

Damit eröffnet sich ein Ansatz zur Diagnostik von Stabilität und Instabilität im Verlauf. Berichtet wird über Erfahrungen mit solchen Methoden des Prozessfeedbacks in Psychotherapie und Beratung. 

Beispiele aus der Praxis des individualisierten Prozessmonitorings bei Patienten mit so genannten dissoziativen Identitätsstörungen und anderen Störungen illustrieren das Vorgehen in Beratung und Psychotherapie. Das Prozessmonitoring beruht auf einem idiographischen Systemmodell, das mit den Klienten erarbeitet wird und konkret auf sie zugeschnitten ist („Idiographisch“). Abschließend wird vorgestellt, wie Stabilität und Instabilität auch in der Dynamik neuronaler Systeme nachzuverfolgen sind (durch begleitende fMRI Aufnahmen). 

Zeit:         10.06.2021 von 10 – 17 Uhr
Ort:          Hanau, Brockenhaus - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....
Kosten:   130,00 EUR (ermäßigt für DGSF-Mitglieder und WB-AbsolventInnen des praxis instituts: 110,00 EUR) - In den Kosten sind ein Mittags-Imbiss und Pausengetränke enthalten

Max. TN-Zahl:
Unsere Fachtage richten sich an ein größeres Publikum, d.h. die maximale Teilnehmerzahl ist abhängig von den Räumlichkeiten.


Univ.-Prof. Dr. phil. Dr. phil. habil. Günter Schiepek

Dipl.-Psychologe

Leiter des Instituts für Synergetik und Psychotherapieforschung an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Professor an der der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gastprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und an der Donau-Universität Krems. Geschäftsführer des Center for Complex Systems (Stuttgart/Salzburg). Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Academia Scientiarium et Artium Europaea). Ehrenmitglied der Systemischen Gesellschaft (Deutscher Dachverband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung). Studium der Psychologie in Salzburg (Promotion 1984), Habilitation für Psychologie in Bamberg (1990). Langjährige Vertretung des Lehrstuhls für Klinische Psychologie an der Universität Münster und Leiter des Forschungsprojekts „Synergetik der Psychotherapie“ am Universitätsklinikum der RWTH Aachen (1998-2003). Arbeitsschwerpunkte: Synergetik und Dynamik nichtlinearer Systeme in Psychologie, Management und in den Neurowissenschaften. Prozess-Outcome-Forschung in der Psychotherapie. Neurobiologie der Psychotherapie. Computerbasiertes Real-Time Monitoring in verschiedenen Anwendungsfeldern. Sozialpsychologie. Management. Kompetenzforschung. Wissenschaftlicher Beirat zahlreicher Institute, Verbände und Fachzeitschriften. 20 Bücher. Etwa 150 internationale und deutschsprachige Beiträge in Fachzeitschriften und Büchern.



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