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Der Angst den ihr gebührenden Platz zuweisen

Datum: 23.10.2020 | Ort: Nürnberg/Fürth | Kursnummer:

FT20_03N

| Kosten: 70 Euro | Kursleitung: Dr. med. Wilhelm Rotthaus

Ein Kooperationsprojekt des praxis – instituts für systemische beratung und der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.)  

Im neuen Format "praxis stellt vor"...
... werden wir maßgebliche Pioniere und Pionierinnen der systemischen Arbeit mit ihrem Werk vorstellen. Mit einem kompakten und intensiven Programm sowie einem günstigen Tagessatz wollen wir einer möglichst großen Anzahl von Kollegen*innen die Teilnahme ermöglichen. Der Tag geht von 10 bis 16 Uhr und ist praxisorientiert wie immer. Die Teilnahmegebühr von 70 Euro umfasst einen kleinen Imbiss. Vor Ort besteht die Möglichkeit, Bücher der Referenten*innen zu erwerben.

Wie können wir Kindern und Jugendlichen mit Angst-Symptomen wirkungsvoll helfen?

Angst ist das vielleicht wichtigste Gefühl, das wir Menschen haben, weil sie uns vor Gefahren schützt. Manche Kinder und Jugendlichen aber „angsten“ so sehr, dass sie nur noch eingeschränkt handlungsfähig sind.

In dem Fachtag soll gezeigt werden, wie Kinder und Jugendliche lernen können, ihre Angst zu akzeptieren, sie aber in die Schranken zu verweisen. Es werden verschiedene Vorgehensweisen für systemische Beratung und Therapie gezeigt, wie Kinder ihr Frontalhirn ertüchtigen können, dass es nur noch bei tatsächlicher Gefahr Angst zulässt, wie sie das Vermeiden vermeiden können, ein Kontrollerleben entwickeln und der Angst die Energie entziehen.

Häufig ist das Symptom Angst ein Signal für einen anstehenden Entwicklungsschritt innerhalb des relevanten Systems. Deshalb ist der Einbezug der Familie so wichtig; es wird aufgezeigt, wie im Dialog mit der Familie dieses zentrale Thema konstruktiv behandelt werden kann und wie die Familienmitglieder in eine Behandlungsstrategie einbezogen werden.

Der Referent, Kinder- und Jugendpsychiater und Systemischer Therapeut, war mehrere Jahrzehnte Chefarzt einer Kinder- und Jugend- psychiatrischen Klinik und hat hier als einer der ersten systemische Behandlungsstrategien implementiert. Er war Gründungsvorsitzender der DGSF und hat die systemische Entwicklung in Deutschland entscheidend geprägt. Mehrere wegweisende Veröffentlichungen zu Symptomen im Kindes- und Jugendalter und deren systemische Behandlung stammen aus seiner Feder, wie z.B. zu Angst, Suizidalität und Schulproblemen. Er wird über bewährte systemische Behandlungsstrategien aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen berichten.

Zeit:         23.10.2020 von 10 – 16 Uhr
Ort:          Fürth, Restaurant "Grüner Baum", Gustavstr. 34
Kosten:   70,00 EUR (ermäßigt für DGSF-Mitglieder und WB-AbsolventInnen des praxis instituts: 60,00 EUR) - In den Kosten sind ein Mittags-Imbiss und Pausengetränke enthalten

Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer werden beantragt!

Max. TN-Zahl:
Unsere Fachtage richten sich an ein größeres Publikum, d.h. die maximale Teilnehmerzahl ist abhängig von den Räumlichkeiten.

Einen Flyer zur Veranstaltung finden Sie in Kürze hier zum Download.


Dr. med. Wilhelm Rotthaus

Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Studium der Medizin in Freiburg, Paris und Bonn. Studium der Musik in Köln. Weiterbildung in Verhaltenstherapie, Klientenzentrierter Psychotherapie und Klientenzentrierter Spieltherapie, Systemischer Familientherapeut (DGSF), Lehrtherapeut (DGSF) und Supervisor (DGSF). Ehem. Fachbereichsarzt der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Rheinischen Kliniken Viersen. Veranstalter der Viersener Therapietage 1982 -2002. Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung. Von 2000 – 2007 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemi­sche Therapie und Familientherapie (DGSF). Buchveröffentlichungen u.a.: „Stationäre systemische Kinder- und Jugendpsychiatrie“; „Wozu erziehen? Entwurf einer systemischen Erziehung“; „Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“; „Auffälliges Verhalten im Kindesalter – Handbuch für Eltern und Erzieher“; „Auffälliges Verhalten im Jugendalter – Handbuch für Eltern und Erzieher“. Aktuelle Veröffentlichungen: Ängste von Kindern und Jugendlichen. Heidelberg, Carl-Auer, 2015; Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen. Heidelberg, Carl Auer, 2017;  Schulprobleme und Schulabsentismus. Heidelberg, Carl-Auer 2019. 



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