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Wer wird hier behindert? | Systemische Haltungen und Methoden für den täglichen Gebrauch in der Eingliederungshilfe

Datum: 07.04.2022 10-17h | Ort: Erfurt | Kursnummer: FT22_E01 | Kosten: 120 € / ermäßigt 100€ | Kursleitung: Stefan Bode / Melanie Weigel

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist ein umfassendes Gesetzespaket, das in vier zeitversetzten Reformstufen bis 2023 in Kraft tritt. Es sieht für Menschen mit Behinderungen einen grundlegenden Wandel vor. Dies bedeutet jedoch nicht nur einen Paradigmenwechsel für das Fachpersonal in der Eingliederungshilfe, sondern auch für zehntaussende Mitarbeiter/innen, Geschäftsführungen, Teamleitungen und alle weiteren, die im System Leistungserbringung Teilhabebeschäftigt sind.

 

Schaut man sich das BTHG genauer an, stechen einem viele systemische Haltungen und Grundsätze ins Auge. Allem voran die Auffassung, dass Betroffene Profis in eigener Sache sind. Es ist mehr Teilhabemöglichkeiten an Bildung, Arbeit und Wohnen durch individuelle Angebote gewollt. Und das schon mit der Teilhabeplanung!

Beginnend beim Erstkontakt, dem Beziehungsaufbau und der Hilfeplanung, werden u.a. mit systemisch/konstruktivistischen Haltungen und den damit verbundenen Fragen und Arbeitsweisen neue Möglichkeiten entdeckt. Nicht zuletzt lässt sich das ganze Klient*innensystem als Quelle für Ressourcen und Lösungsideen einbeziehen.

Das klingt nach viel Arbeit?! Die gute Nachricht: Wo der Wandel bereits begonnen hat, entdecken nicht nur die Betroffene die Vorteile, sondern vor allem auch die Mitarbeitenden. Offenheit, Spaß, Mut und neue Freiheiten führen oft dazu, den Arbeitsplatz neu zu entdecken und aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Schon viele Teilhabeträger, Ämter, Vereine und Organisationen haben sich auf den Weg gemacht und schlagen Brücken vom systemischen Denken zum konkreten Handeln in der Eingliederungshilfe.

Der beschriebene Perspektivwechsel ist Kern des Fachtags, und dabei werden alle Teilnehmende mit ihren Ideen und Erfahrungen einbezogen. Anhand des Wandels eines Trägers in der Eingliederungshilfe werden Melanie Weigel und Stefan Bode systemische Impulse für die Praxis der Eingliederungshilfe geben. Mit Hilfe von Aussagen des BTHG, bezogen auf den jeweiligen Arbeitskontext, werden zudem konkrete und wirksame Methoden vorgestellt.

Zielgruppe 
Alle Menschen, die im Bereich der Teilhabe tätig sind.

Seminarzeiten:
10.00 - 17.00 Uhr

Ort: Erfurt, Augustinerkloster - die Wegbeschreibung können Sie hier herunterladen.....

Max. TN-Zahl i. d. R.: 16 - 22


Stefan Bode

Dipl.-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (FH), Systemischer Berater (DGSF), Systemischer Supervisor (DGSF), Systemischer Coach und Organisationsberater

Arbeit als Sozialarbeiter in vielseitigen Bereichen: Kliniksozialdienst, Rehabilitationsmanagement, Suchtselbsthilfe, Suchthilfe, Berufsfindung mit Jugendlichen. Als Systemischer Coach und Supervisor: Fall-Supervision, Teamentwicklung, Begleitung von Veränderungsprozessen. Fortbildungsangebote zu den Themenbereichen: Systemische Zugänge zu Krankheit und Bewältigungsstrategien, Beratung von Angehörigen schwer erkrankter Menschen, Teilhabe und Systemische Haltung.

Weitere Informationen und Kontakt: Neuhaus am Rennweg (Thüringen) | Tel.: 01 60 / 60 52 438 | eMail: bode-gedankenspiel(at)t-online.de

Melanie Weigel

Dipl.-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin, M.A. Social Work, Systemische Beraterin (DGSF)

Vorstand von Miteinander e.V. - Verein für systemische Sozialarbeit, stellv. Vorstand Landesarbeitsgemeinschaft für personenzentrierte Komplexleistungen.



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