Weiterbildung "Arbeit mit traumatisierten Menschen"

"Wenn die Wunde verheilt, schmerzt die Narbe"

Seit einigen Jahren ist der Begriff „Trauma“ in aller Munde. Damit einher geht oft eine Unklarheit darüber, was nach den neusten Erkenntnissen der Psychotraumatologie und der Neurobiologie unter in Abgrenzung zu Alltagsstress unter traumatischem Stress zu verstehen ist und welche Implikationen für Beratung und Therapie daraus folgen. Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung und was ist eine Ego State Disorder? Welches sind Formen von Stabilisierung, die nach einem Trauma zur Bewältigung des Alltags verhelfen können? Wie viel Stabilisierung muss erfolgen, bevor eine Wiederbegegnung mit der traumatischen Situation erfolgen kann? Bestehen dabei Unterschiede zwischen Monotraumatisierungen und sequentiellen Traumatisierungen? Wie hilft man Menschen nach einer akuten Traumabelastung. Wirken Traumata auf Kinder und Jugendliche anders als auf Erwachsene? Gibt es so etwas wie eine Weitergabe von Traumafolgestörungen von Generation zu Generation? Oder von einem Familienmitglied auf andere im Familienalltag? Kann man auch mit Kindern und ihren Eltern gemeinsam arbeiten, wenn eine Traumatisierung erfolgt ist. Gibt es Kinder mit Traumasymptomen und Bindungsstörungen? Welche Formen einer trauma-orientierten Pädagogik sind entwickelt worden? Wie berät man bei einer traumatischen Trauer? Und wie bleibt man als BeraterIn oder TherapeutIn angesichts unzähliger Leidensgeschichten selbst emotional stabil? All diese Fragen und Themenstellungen (und noch einige mehr) werden in der Weiterbildung angesprochen. Neben theoretischen Erörterungen werden Rollenspiele und Kleingruppenarbeit ein fester Bestandteil der Weiterbildung sein, wobei die spezifischen Erfahrungen der WeiterbildungsteilnehmerInnen in den Lernprozess einfließen werden.

Zielgruppe:

Die Zusatzqualifikation richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen Kontext mit traumatisierten Personen arbeiten.

Seminarort: Hannover

Die Seminare werden in den Räumlichkeiten des praxis instituts in der Kronenstrasse im Zentrum von Hannover stattfinden. (www.seminarhaus-Kronenstrasse.de)

Kosten:

Die Kosten für die Weiterbildung betragen 1620,00 €. Der Betrag kann in drei Raten beglichen werden.

Termine und Anmeldung

Referent:

Alexander Korittko, Dipl. Sozialarbeiter und Paar- und Familientherapeut, Systemischer Supervisor und Lehrtherapeut (DGSF);
seit 1975 in einer kommunalen Jugend- Familien- und Erziehungsberatungsstelle in Hannover tätig, in den letzten Jahren u. a. Arbeit mit Überlebenden und Hinterbliebenen der Eschede-Katastrophe, mit Unfall- und Überfall-Opfern und mit Flüchtlingen aus Bosnien und aus dem Kosovo;
Leitung des Institut für Systemische Praxis Hamburg;
Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn);
Co-Autor mit K. H. Pleyer von: Traumatischer Stress in der Familie. Systemtherapeutische Lösungswege. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, 336 Seiten mit Geleitworten von Gerald Hüther und Wilhelm Rotthaus

Das Buch zur Ausbildung

Das Methodenhandbuch von Rainer Schwing und Andreas Fryszer...mehr.

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie

Akkreditiertes Weiterbildungsinstitut

European Association of Family Therapy (EFTA)

praxis institut für systemische beratung nord ist Mitglied der European Association of Family Therapy (EFTA)