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Traumatisierung: Symptome erkennen, Handlungsoptionen erlernen und ressourcenorientiert unterstützen

Wozu diese Weiterbildung?

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen stellt eine besondere Herausforderung für uns professionelle Helfer in den unterschiedlichsten beruflichen Kontexten dar.

Traumata – u.a. verursacht durch sexuelle und körperliche Gewalterfahrungen in der Kindheit, durch schwere Unfälle oder Überfälle, lebensbedrohliche Krankheiten, einschneidende Verlusterfahrungen – hinterlassen bei den betroffenen Menschen oft schwerwiegende traumatische Folgen psychischer und körperlicher Art.

Die moderne Traumaforschung hat uns viele Erkenntnisse über Traumatisierung, ihre Folgen und neue Vorgehensweisen für den Umgang mit traumatisierten Menschen zur Verfügung gestellt.

In dieser 5-teiligen Traumafortbildung wollen wir Ihnen diese Erkenntnisse der Traumaforschung vorstellen und Sie befähigen, einen fachkompetenten Umgang in Ihrem beruflichen Kontext mit den traumatisierten Menschen zu erlernen.

Dazu werden wir Ihnen die Grundlagen der Psychotraumatologie vermitteln, die neurobiologischen Zusammenhänge deutlich machen, Ihnen die Folgen und Symptome von Traumata erklären und eine ressourcenorientierte Vorgehensweise vorstellen. Wir vermitteln und üben mit Ihnen Methoden für einen fachkompetenten, entwicklungsförderlichen Umgang mit traumatisierten Menschen. Unser Ziel ist dabei nicht primär die Therapie der traumatischen Störung, sondern die Vermittlung von grundlegendem Wissen, das Aufzeigen von unterstützenden Handlungsmöglichkeiten und hilfreichen Methoden, welche die Alltagsbegleitung von traumatisierten Menschen auch für die Helfer erleichtern können.

An wen richtet sich die Weiterbildung?

Die Fortbildung richtet sich an psychosoziale Fachleute in den verschiedenen beruflichen Kontexten (Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Einrichtungen im teilstationären Bereich, Kliniken), die erwachsene Menschen, die Traumatisierungen erlebt haben, betreuen, beraten und begleiten.

Diese Grundlagenmodule werden vom zptn (Zentrum für Psychotraumatologie Niedersachsen) als Voraussetzung zum Erlernen der Screen-Technik als Traumakonfrontationsmethode anerkannt, wenn die beruflichen Voraussetzungen (approbierte Psychotherapeuten oder Sozialpädagogen mit einer abgeschlossenen Therapieausbildung) gegeben sind.

Welche Kompetenzen vermitteln wir?

Am Ende der Weiterbildung verfügen die TeilnehmerInnen über folgende Kompetenzen und Fertigkeiten

  • Sie verfügen über fundierte Grundlagenkenntnisse der Psychotraumatologie, inklusive der neurobiologischen Zusammenhänge.
  • Sie kennen und erkennen Folgen und Symptome von Traumata
  • Sie können ressourcenorientierte Interventionen für einen fachkompetenten, entwicklungsförderlichen Umgang mit traumatisierten Menschen sicher anwenden.

Unser Ziel ist dabei nicht primär die therapeutische Arbeit bei Traumafolgestörungen, sondern die Vermittlung von grundlegendem Wissen, das Aufzeigen von unterstützenden Handlungsmöglichkeiten und hilfreichen Methoden, welche die Alltagsbegleitung von traumatisierten Menschen für Angehörige verschiedener helfender Berufe erleichtern können.

Aufbau und Ablauf der Weiterbildung

Die Fortbildung besteht aus 5 Modulen. Alle Fortbildungseinheiten beinhalten neben der theoretischen Vermittlung praktische Übungseinheiten, um die vermittelten Inhalte einzuüben. Dies geschieht in Plenumsdemonstrationen, Kleingruppenübungen anhand von Fällen und Videodemonstrationen

Fortbildungsinhalte:

1. Grundlagen der Psychotraumatologie
        Definitionen, neurobiologische Grundlagen,
        Symptome und Diagnostik, Psychoedukation

2. Ressourcenorientierte Stabilisierungsübungen
         Vorstellen und Einüben von Stabilisierungstechniken
         wie Imaginationsarbeit, pos. Life-Events, Körperarbeit

3. Akuttrauma und frühe Interventionen
          Innere-Kind-Arbeit, Bindungsstörungen und Trauma
          Dynamik und Folgen sexueller und emotionaler Gewalt

4. Umgang mit komplextraumatisierten Menschen
          Umgang mit Dissoziation, Distanzierungs- und  
          Dissoziationsstopptechniken, Arbeit auf der inneren Bühne
          (Ego-State-Arbeit)

5. Vertiefungsseminar und Abschluss
          Transfer und Umsetzung in den individuellen beruflichen Kontexten,   
          Information über verschiedene Traumakonfrontationstechniken
          Selbsterfahrung zur Psychohygiene,
          Sekundärtraumatisierung                                         

Methoden:      Theoretische In-puts, Übungen, Kleingruppenarbeit,
                        Falldarstellung,Videodemonstration
          

Termine:         08. – 09.10.2012 / 10. – 11.12.2012 / 04. – 05.02.2013 /

                        06. – 07.05.2013 / 12. – 13.08.2013

Ort:                 Hanau, praxis institut für systemische beratung

Kosten:            € 1.250,-- 
 

Kursleitung

Marika Eidmann

Marika Eidmann

Sozialwissenschaftliches Studium (Master of Arts) Personal- und Organisationsentwicklung, Dipl.-Sozialarbeiterin, Systemische Therapeutin und Lehrtherapeutin (DGSF, ECP), Supervisorin, Coach und Organisationsberaterin (DGSv, DAGG), Gruppenanalytikerin (DAGG)

Ausbildung in: Paar- und Familientherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie, Gruppenanalyse, Sexualtherapie, Traumatherapie und Supervision. Langjährige Tätigkeit in der stationären und teilstätionären Psychiatrie sowie in der Jugendhilfe. Mitarbeiterin in einer Sexualberatungsstelle (Paar und Sexualtherapie und Beratung/Therapie sexuell traumatisierter Menschen) Seit 1990 in eigener Praxis tätig im Bereich Beratung/Therapie für Einzelne, Paare, Familien und Gruppen, Supervision, Coaching, Teamberatung/Teamentwicklung, Organisationsberatung. Lehr- und Weiterbildungstätigkeit an Hochschulen und Ausbildungsinstituten.

Weitere Informationen und Kontakt: www.marika-eidmann.de

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Andrea Iff-Kamm

Andrea Iff-Kamm

Psychologische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin (DeGPT), EMDR-Therapeutin (Emdria), Supervisorin im zptn (Zentrum für Psychotraumatologie und Traumapsychotherapie)

Ausbildung in Paar- und Familientherapie (Vft), Tiefenpsychologisch fundierte Körpertherapie nach G. Downing. Weiterbildungen in Sexualtherapie und Systemischer Therapie, 12 Jahre Tätigkeit bei Pro Familia m. d. Schwerpunkt sexuelle Gewalt. In dieser Zeit Therapie, Fortbildungen u. Vorträge zu diesem Thema. Seit 2000 Niederlassung in eig. Praxis mit Kassenzulassung, tiefenpsychologisch fundiert mit dem Schwerpunkt Traumapsychotherapie.

Weitere Informationen und Kontakt: www.traumatherapiepraxis.de

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