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Marienberger Familientrainingsprogramme

Kurs: Ort: Datum: ReferentInnen: Kosten:
FV 12_03H

Hanau

16.08.2012

Walter Müller
15 Euro

"Wer kommt mit mir?"
Ist eine der häufigsten Fragen, die jüngere Kinder stellen, wenn sie erfahren, dass sie ihre Familie verlassen sollen und künftig in einer Einrichtung  der Kinder- und  Jugendhilfe leben werden.
Diese Kinder trennen sich von ihrem Freundeskreis, ihrer Klasse, ihren Eltern und Geschwistern und müssen sich in einer völlig  unbekannten Umgebung, auf eine neue Gruppe, eine neue Klasse und fremde Erzieher einlassen. 
Sie müssen sich eingewöhnen, anpassen, und ihre Stellung in der Gruppe finden. Über Monate -  oft Jahre - werden sie zwischen ihrer Herkunftsfamilie und dem Heim pendeln und einen Weg finden, in diesen so unterschiedlichen Wirklichkeiten gut zu bestehen.
In den Familientrainingsprogrammen machen sich die Familien gemeinsam auf den Weg.  Auch sie verlassen ihr Herkunftsmilieu, aber miteinander. Sie wissen, dass sie zurückkehren, aber dass sie sich für eine gewisse Zeit  darauf einlassen, mit der Hilfe von Pädagogen an gemeinsam vereinbarten Zielen zu arbeiten.
Für die Kinder ist dies ein ungemein bedeutendes Signal, dass sich die Eltern mit ihnen auf den Weg machen, weil sie ihre Kinder nicht verlieren wollen.
Dieses Signal schafft Halt und Vertrauen und bildet die Basis für die Veränderungen, die die Familie braucht.
Mit dem Marienberger Familientrainingsprogramm wurde ein Weg gefunden, Kinder das Trennungstrauma zu ersparen, und gleichzeitig alle Beteiligten am Entwicklungs- und Veränderungsprozess zu beteiligen.
Am Beispiel der Familientrainingsprogamme soll verdeutlicht werden, wie alle Beteiligten, die Familien, die Jugendämter und die Träger, einen nicht unbedeutenden Gewinn aus diesen Hilfen ziehen können. 

Es ist ausdrücklich zu erwähnen, dass es sich hier um eine triple-win Situation handelt. Den Familien wird die Trennung und mehr erspart, die Kommunen sparen viel Geld durch kürzere Verweildauer und die Träger sparen Personal, das in der Zukunft eine sehr knappe Ressource sein wird. 


WALTER MÜLLER, Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut (DGSF), Fachsozialarbeiter für klinische Sozialarbeit, seit 10 Jahren Leiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Marienberg in Schwarzenbach, zuvor 15 Jahre im allgemeinen Sozialdienst eines Jugendamtes. Entwickelte und führte ein Kursprogramm durch für die Gruppenarbeit mit rechtsradikalen Jugendlichen,   leitet die Marienberger Familientrainingsprogramme.

 

Der Vortrag ist offen für alle Interessierten; für die TeilnehmerInnen und AbsolventInnen unserer Weiterbildungsprogramme ist er kostenfrei: als kleines Dankeschön und als Gelegenheit, weiterhin den Kontakt zu pflegen. Um planen zu können, bitten wir um schriftliche Anmeldung.

Zeit:
19:00 – 22:00 Uhr


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