| Kurs: | Ort: | Datum: | ReferentInnen: | Kosten: |
|---|---|---|---|---|
pi-FV 4 |
Nürnberg |
16.04.2010 |
15 Euro |
Wenn es um andere Kulturen geht, finden wir in komplexen Helfersystemen oft sehr gegensätzliche Standpunkte darüber, was die Ursache der Probleme ist und wie die richtige Hilfe aussieht. Interkulturell zusammengesetzte Teams kennen Situationen, in denen zugespitzt diskutiert wird, ob z. B. die ausländische Familie unterstützt und/oder konfrontiert werden müsse und wie viel Anpassung sie an die deutsche Realität noch leisten müsse. Prozesse von Parteinahme und Identifizierung sind spürbar. Bekenntnisse lösen häufig die nüchterne fachliche Einschätzung ab. Die Vielzahl und Gegensätzlichkeit der Hypothesen, die in der Beratung von Migrantenfamilien entstehen, stellt nicht nur eine Chance dar, sondern schafft auch Fragen und Probleme.
Im Vortrag werden
dabei geht es nicht nur um Interventionsmethoden, sondern auch um Modelle, die konkret helfen Hypothesen zu bilden und die Informationen zu generieren, zu ordnen und zu bewerten, die wir von den Klienten zum Problemzusammenhang bekommen und brauchen
Andreas Fryszer ist Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- u. Jugendtherapeut, Systemischer Berater (DGSF), Lehrender für Systemische Beratung (DGSF). Er leitet seit über 25 Jahren das internationale Team der Erziehungsberatung Stadtmitte in Frankfurt vom Caritasverband; in der Stelle liegt der Anteil ausländischer Klienten seit vielen Jahren zwischen 70 und 80 %. Aus dieser Arbeit werden viele praktische Fallbeispiele in den Vortrag einfließen, gegen Ende wird Zeit für Fragen und Diskussion sein.
Kosten:
für WB-Teilnehmer kostenlos, Gäste zahlen 15 €
Zeit:
20:00 – 22:00 Uhr
Die Veranstaltung ist mit 2 Punkten bei der Bayerischen Landespyschotherapeutenkammer akkreditiert!
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