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Vom Defizit zur Ressource: Systemisches Arbeiten mit psychiatrischen Diagnosen und der Sprache der Medizin

Kurs: Ort: Datum: ReferentInnen: Kosten:

pi-FV 2

Erfurt

10.03.2010

Kerstin Abe

15 Euro

Hilfsangebote aller Art finden sich heute in allen therapeutischen Bereichen.

Oftmals ist die Sprachkonstruktion geprägt von der Definition von Störungen, Defiziten und Verlusten. Insbesondere im Bereich der medizinischen Sprache finden wir ein Konstrukt aus Defizit- und Störungsdefinitionen. Kaum eine Hilfeleistung kann in Anspruch genommen werden, wenn nicht Mängel, Verluste oder Schwierigkeiten eine Rolle spielen.

Medizinische Diagnosen sind wichtig bei der Erklärung von "Anders sein", von körperlichen und seelischen Veränderungen, von Krankheitsmodellen.

Wie kann es da gelingen, auf Ressourcen, sinnvolle Lebenskonstruktionen und Selbstwirksamkeiten zu fokussieren?

Das systemische Handwerkszeug bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten bedrohliche Bilder von Störungen, Einschränkungen, Hoffnungslosigkeit, Chronizität und Defiziten in Handlungsoptionen, Ressourcen und Fähigkeitspotentiale zu wandeln.

Im Workshopsoll erarbeitet und geübt werden, wie man respektvoll mit den Sprachkonstruktionen der anderen Hilfesysteme umgehen kann ohne dabei die Ressourcen und Potentiale der Betroffenen aus den Augen zu verlieren. Es kann eine gelingende Kommunikation zwischen den jeweiligen Bedeutungsgebungen und Sprachkonstruktionen erzeugt werden und eine sinnstiftende Verknüpfung der verschiedenen Hilfesysteme gelingen.

Wichtige Themen werden sein:

  • Wie kann ein systemisch orientierter Berater die Sprache der Medizin verstehen, nutzen und wirksam in Ressourcen umwandeln?
  • Wie spricht man mit Vertretern anderer Hilfssysteme, insbesondere mit dem stationärenmedizinischen Kontext?

Methoden: Vortrag/Fallbeispiele/eigene Übungen/eigene Anliegen

 

Kerstin Abe, Dipl. med., Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Systemische Therapeutin, Supervisorin, Lehrtherapeutin (SG)
Medizinstudium in Leipzig und Erfurt, Ausbildung zur Familientherapeutin und Lehrtherapeutin am isft Magdeburg, Supervisorenausbildung am igst Heidelberg, langjährige Tätigkeit im stationären und ambulanten Kontext der Erwachsenenpsychiatrie, seit 2002 in eigener kassenärztlicher Praxis als Psychiaterin und Neurologin. Weitere Tätigkeiten als Lehrtherapeutin und Referentin bei freien Trägern und freien Instituten, Supervisorin und Familientherapeutin. Schwerpunkt: Systemisches Arbeiten im psychiatrischen Kontext, Psychosen, Depressionen, Krisenintervention im ambulanten und stationären Bereich, Arbeiten in Zwangskontexten, Supervisionskonzepte, Arbeiten mit Geschichten und Metaphern, multiprofessionelle Zusammenarbeit, Arbeiten mit alten und betagten Menschen.

Kosten:
für WB-Teilnehmer kostenlos, Gäste zahlen 15 €

Zeit:
19:00 – 22:00 Uhr

Die Veranstaltung ist mit 4 Punkten bei der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer akkreditiert!


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