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Göttinger Zivilcourage-Impulstraining

Kurs: Ort: Datum: ReferentInnen: Kosten:

FW 8 N

Hannover

03.09.2010

Ezequiel Fernandez Castelao (Uni Göttingen)

100,00 €

Das Göttinger Zivilcourage-Impulstraining entstand im Herbst 2000, angesichts wieder zunehmender rassistischer und rechtsradikaler Angriffe auf AsylbewerberInnen und ausländische BürgerInnen in Deutschland. Es soll zur Gewaltprävention beitragen, indem es für Umstände, in denen Menschen diskriminiert, unterdrückt und angegriffen werden, sensibilisiert und zu mutigem Eingreifen anregt. Sozialer Mut ist in vielen alltäglichen Lebenssituationen, in denen Feindseligkeit und autoritäre Einstellungen gegenüber schwächeren oder bestimmten sozialen Gruppen zum Ausdruck kommen, notwendig. Typische Beispiele sind Gewalt in der Öffentlichkeit, die Abwertung von Homosexualität oder die Diskriminierung behinderter Menschen. Das Ziel des Trainings besteht darin, den Blick für bedrohliche, Zivilcourage erfordernde Situationen zu schärfen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Das Training soll den einzelnen TeilnehmerInnen nicht nur etwas über Zivilcourage vermitteln sondern sie dazu ermutigen, dass passive Zuschauen zu überwinden und im Alltag Zivilcourage zu zeigen. Es beruht auf einem sozialwissenschaftlichen Konzept von Zivilcourage und einem sozialpsychologischen Prozessmodell der Hilfeleistung.

Das Göttinger Zivilcourage-Impulstraining richtet sich an die potentiellen ZuschauerInnen von Gewalt und Bedrohung. Jede/r von uns gehört zu dieser Zielgruppe. Wir alle sind gefährdet, angesichts der Bedrohung anderer passiv zu bleiben, denn bei den meisten Menschen gibt es eine Diskrepanz zwischen Einstellung („selbstverständlich würde ich helfen“) und tatsächlichem Verhalten.

Inhalte:

Mit den Übungen aus dem Trainingsprogramm soll gezeigt werden, wie sie die Hindernisse auf dem Weg zur Hilfeleistung meistern können. Dies reicht von der Sensibilisierung ihrer Wahrnehmung gegenüber einer Notlage über die Steigerung ihres Verantwortungsgefühls und ihrer Selbstwirksamkeitserwartung. Bis hin zu konkreten Handlungsanweisungen der Zivilcourage und Hilfeleistung.

Methoden:

Vermittlung von Theorie, Rollenspiele, Stimmübungen, Sensibilisierungsübungen


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